Dienstag, 27. April 2010

3 Jahre Verspätung...

... aber die Post ist schuld!

Ich dachte mir, dass es diesem grandiosen Land und den prägenden Reisen nur gerecht ist, noch die passenden Bilder nach zu reichen, eh es bald wieder ins Ausland geht.

Dementsprechend, wie vor 3 Jahren versprochen, die Bilder der letzten beiden Wochen des Indien-Aufenthaltes.

1. Woche (Teil 1) - Kerala
In der ersten der zwei Wochen ging es auf Rat einer indischen Kollegin auf Bootsreise durch die Gewässer von Kerala im Südwesten. 1 1/2 Tage Entspannung auf so einem Hausboot. Ein wenig durch die Gegend fahren, ins Wasser springen, sich bekochen lassen und das alles in einer sehr ansprechenden Gegend. Empfehlenswert!









1. Woche (Teil 2) - Kochi / Cochin
Keine Ahnung was davon jetzt die richtige Schreibweise ist. Es ist jedenfalls eine Stadt ebenfalls im süd-westlichen Staat Kerala. Dort haben wir zum einen die Familie von Elaine besucht, die in Bangalore die Ausbildung der indischen Studenten geleitet hat. Das gemeinsame Abendessen war definitiv sehr nett. Zuvor haben wir allerdings ein paar Tage auf einer kleinen Inselgruppe vor der Stadt verbracht. Leider sind diese Inseln auf den gängigen Kartendiensten nicht zu erkennen, da sich dort ebenfalls ein kleiner noch aktiver Militärhafen befindet. Ansonsten gibt es das ein oder andere europäisch angehauchte Haus, da es ein alter Stützpunkt der Portugiesen war. Unter anderem stand dort eine recht nette, alte Basilica. Definitiv auch unvergessliche Tage und mit Sicherheit einen Besuch wert.






2. Woche - Goa
Nachdem Ralf sich nach der ersten Woche wieder zurück nach Bangalore begeben hat, sind wir noch weiter nach Goa gefahren. Die Fahrt war eine Odysee. Zwar nur ~400km entfernt, sind wir über 2 Tage verteilt gefahren, ich musste zwischendurch irgendeinen indischen Augenarzt in verwinkelten Hinterhäusern aufsuchen und das letzte Stück ging per Zug 8 Stunden lang im Schneckentempo durch die Nacht. An Schlaf war auch nicht zu denken, da wir aus Platzmangel, die ganzen 8 Stunden oben auf der Gepäckablage gesessen haben.
Aber als Europäer sind wir in so einem Zug voller Einheimischer natürlich wieder aufgefallen. Zu unserem Vorteil, denn wir wussten ja nicht wann und wo wir raus mussten. Also kurzerhand die Karte aufgeschlagen und uns von einem der Mitreisenden sagen lassen, wann wir unser Ziel erreichen würden. Zu gut nur, dass auf jede Frage hin, jedesmal die Antwort "45 minutes" kam. Und das über 8 Stunden. Nichts destotrotz hat es uns bei Laune gehalten.

Und was soll man sagen, die Fahrt war jede einzelne Mühe wert. In der wirklich letzten Woche Nebensaison dort angekommen, hatte man fast den ganzen Strand für sich alleine. Die meisten Hütten waren als Vorbereitung auf den Monsun bereits abgebaut worden.
Leider gibt es nicht wirklich viele Bilder. Aber das ist nur ein weiteres Indiz dafür wie faul und entspannt man dort seinen Tag verbringt, in der Holzhütte direkt am Strand und abends den frisch gegrillten Fisch im Sand sitzend verzehren...








Das war es dann. Irgendwann wird es da bestimmt noch mal hingehen. Schließlich waren wie nie im Norden.

Donnerstag, 26. April 2007

tschooo

ab morgen abend gehts in urlaub. An dieser Stelle schon mal tschooo fuer 2 Wochen. Man hoert, sieht, schreibt sich bei gelegenheit...

... Es geht uebrigens erst nach Kerala in den Sueden und dann ab dem 1.5. fuer ne Woche nach Goa in den Westen. Da werde ich dann soooooooo was von faul sein, dass selbst beim Faultier noch Hyperaktivität diagnostiziert wird.

Bin am 9.5. wieder in Bangalore.

Sonntag, 22. April 2007

Hampi

Ich habe nicht vor viel zu schreiben, wollte aber noch das ein oder andere Bild zum letzten Wochenende nachreichen. Wir sind nach Hampi gefahren und es lohnt sich wirklich dahin zu fahren. DIe Hinfahrt im Sleeper-Zug war sogar recht angenehm. Die Rückfahrt im Bus leider weniger, so dass wir Montag früh ohne Schlaf gleich zur Arbeit sind. Palmen, Bananen, Felsen und Affen hhaben somit unser Wochenende beherrscht.

Jetzt aber genug der vielen Worte, schaut einfach selbst.




















Freitag, 13. April 2007

Lecker Teeeee...

Helge Schneider hätte an der Gegend um ooty sicherlich seinen Spaß gehabt. Soviel Teeeeeee.
"Udo, krieg ich jetzt sofort noch nen Schluck Tee... Oh Udo bekommt Applaus..."

Aber auch sonst hat die Gegend landschaftlich einiges zu bieten. Im Folgenden also zusammenfassend die Bilder des letzten Wochenendes, an dem wir 3 Nächte im Bus und eins im indischen Hotel verbracht haben. Achja, nicht erschrecken, aber ich wurde haartechnisch kastriert, habe mich zwangsweise der Hitze beugen müssen.

Ooty
Das Bild ist irgendwo morgens kurz vor Ooty aufgenommen worden, schon mal eine recht ansprechende Gegend.

Am Nachmittag ging es in einen Park am See, der eine Teil ist auf dem See Boot gefahren, wir sind in sonem kleinen Zug am Rand entlang gefahren. Lächerlich kurz und nur durchs Gebüsch eigentlich, aber für umgerechnet 20 Cent wars trotzdem lustig.

In Ooty selbst haben wir uns selbstverständlich das luxuriöseste Hotel genommen, wie an diesem Bild des Klos zu erkennen ist ^^ Übgrigens ersetzt das kleine Eimerchen mit Wasser sowohl Klopapier als auch die Spülung...

Am nächsten morgen kurzfristiger Schock: Die Fensterscheibe unseres Busses wurde eingeworfen. Gefehlt hat aber nichts, vermutlich war der Besitzer des Hauses nur sauer, dass man ihm die Einfahrt zugestellt hat. Mich hat die Situation scheinbar gerade amüsiert, Berrna sieht man die Skepsis aber noch an :)

Die Schachtel in der Hand war "handmade chocolate from Ooty", sehr lecker, besonders als Frühstück.

Coonoor
Die O's werden trotzdem kurz ausgesprochen [konor]. Dort ging es jedenfalls am Samstag hin. Wir waren von einem Inder eingeladen worden, mit dem Daki und ich auf der einen Party den Pool gestürmt hatten. Da der Ort nur 13km weit von Ooty entfernt liegt, war es also leicht zu finden. Zunächst haben wir uns eine Teefabrik angesehen, zu der die folgende Plantage gehört.

Wusste bisher gar nicht, dass Tee-Pflanzen dem heimischen Lorbeerbusch so ähnlich sehen. Kein Wunder, wenn man nur mit Beuteltee aufgewachsen ist ^^
Der arme Herr auf dem nächsten Bild sucht irgendwas, vermutlich Teebeutel.

Anschließend ging es zu Paddy, dem Inder zu Besuch. Seine Mutter hatte für uns 9 ein vorzügliches Festmahl gekocht. Unglaublich was man einem vegetarischen Gericht alles antun kann, damit es so klasse schmeckt... Nach dem Essen machten wir uns auf zu einem Spaziergang durch die Teeplantagen hinter den Häusern.

Irgendwann war auch die Plantage zu Ende und wir erreichten ein kleines Bergdorf, von dem es eine atemberaubende Aussicht gab. Leider hatten wir keine Zeit mehr auf den Berg auf der anderen Seite zu klettern/wandern.

Kurzerhand wurden wir natürlich von einer Horde Kinder entdeckt und sofort belagert. Fotos über Fotos mussten natürlich gemacht werden, Matthias konnte sein Cricket-Talent gegenüber 10 Jährigen beweisen und auch sonst war es eine sehr lustige und beeindruckende Begegnung. Zum Schluss wurden wir zum Dorftempel verschleppt an dem wir vom Dorfpriester gleich mitgesegnet wurden. Wie auch immer hat Hans seine Sonnen-Crème ausgepackt, was die Aktion des Wochenendes war, denn nun wollten alle Kinder Sonnen-Crème haben, erst gesittet, dann endete es doch im Chaos. Was dabei rauskam sieht man hier:

Noch eins vom Dorf selbst.

Abends sind wir noch auf einen anderen Berg geklettert, auf dem ein kleiner Tempel stand, an dem Paddy regelmaessig seine Gebete abhält. Von diesem touristisch zum Glück noch nicht erschlossenen Gebiet hatte man auch eine super Aussicht. Viel erstaunlicher jedoch war zum Beispiel Paddys Einstellung zur Religion und die Toleranz die er beispielsweise minderintelligenten Menschen entgegen bringt, die sich nicht an die Verhaltensregeln in Tempeln halten. "Sie wissen es halt nicht besser, darum kann ich sie dafür nicht verurteilen." war seine Antwort darauf. So eine Toleranz kann ich komischerweise nicht aufbringen, was mir aber bewusst ist und nicht wirklich geschockt hat.

Madurai
Nach dem vergeblichen Versuch, die anderen Mitgereisten dazu zu überreden, auch den Sonntag in Coonoor zu verbingen, sind wir wie geplant in der Nacht auf Sonntag nach Madurai gefahren. Irgendwo auf dem 9ten Breitengrad sind wir dann durch die Stadt gelaufen und haben schließlich einen Tempel besichtigt. Welche Auswirkungen so ein Breitengrad hat sieht man am folgenden Bild. Achtet auf die Schatten, das war mittags und die Sonne stand schon fast im Zenith. Ohne Kopfbedeckung hielt man es fast nicht aus, um 2 Uhr war die Hitze dann so stark, dass man nicht mehr aus dem Schatten raus wollte. Im Nachmittag gings dann wieder nach Bangalore zurück, "nur" knappe 11 oder 12 Stunden Fahrt.

Zum Schluss noch ein Bild vom Markt in Madurai für alle Knoblauch-Fans...

Das hat jetzt auch zu reichen, denn ich muss los. Auf ins nächste Wochenende. Diesmal gehts mit dem Zug für 2 Tage nach Hampi, wieder Nachtfahrt.
Bis dann.