ab morgen abend gehts in urlaub. An dieser Stelle schon mal tschooo fuer 2 Wochen. Man hoert, sieht, schreibt sich bei gelegenheit...
... Es geht uebrigens erst nach Kerala in den Sueden und dann ab dem 1.5. fuer ne Woche nach Goa in den Westen. Da werde ich dann soooooooo was von faul sein, dass selbst beim Faultier noch Hyperaktivität diagnostiziert wird.
Bin am 9.5. wieder in Bangalore.
Donnerstag, 26. April 2007
Sonntag, 22. April 2007
Hampi
Ich habe nicht vor viel zu schreiben, wollte aber noch das ein oder andere Bild zum letzten Wochenende nachreichen. Wir sind nach Hampi gefahren und es lohnt sich wirklich dahin zu fahren. DIe Hinfahrt im Sleeper-Zug war sogar recht angenehm. Die Rückfahrt im Bus leider weniger, so dass wir Montag früh ohne Schlaf gleich zur Arbeit sind. Palmen, Bananen, Felsen und Affen hhaben somit unser Wochenende beherrscht.
Jetzt aber genug der vielen Worte, schaut einfach selbst.




















Jetzt aber genug der vielen Worte, schaut einfach selbst.
Freitag, 13. April 2007
Lecker Teeeee...
Helge Schneider hätte an der Gegend um ooty sicherlich seinen Spaß gehabt. Soviel Teeeeeee.
"Udo, krieg ich jetzt sofort noch nen Schluck Tee... Oh Udo bekommt Applaus..."
Aber auch sonst hat die Gegend landschaftlich einiges zu bieten. Im Folgenden also zusammenfassend die Bilder des letzten Wochenendes, an dem wir 3 Nächte im Bus und eins im indischen Hotel verbracht haben. Achja, nicht erschrecken, aber ich wurde haartechnisch kastriert, habe mich zwangsweise der Hitze beugen müssen.
Ooty
Das Bild ist irgendwo morgens kurz vor Ooty aufgenommen worden, schon mal eine recht ansprechende Gegend.

Am Nachmittag ging es in einen Park am See, der eine Teil ist auf dem See Boot gefahren, wir sind in sonem kleinen Zug am Rand entlang gefahren. Lächerlich kurz und nur durchs Gebüsch eigentlich, aber für umgerechnet 20 Cent wars trotzdem lustig.

In Ooty selbst haben wir uns selbstverständlich das luxuriöseste Hotel genommen, wie an diesem Bild des Klos zu erkennen ist ^^ Übgrigens ersetzt das kleine Eimerchen mit Wasser sowohl Klopapier als auch die Spülung...

Am nächsten morgen kurzfristiger Schock: Die Fensterscheibe unseres Busses wurde eingeworfen. Gefehlt hat aber nichts, vermutlich war der Besitzer des Hauses nur sauer, dass man ihm die Einfahrt zugestellt hat. Mich hat die Situation scheinbar gerade amüsiert, Berrna sieht man die Skepsis aber noch an :)

Die Schachtel in der Hand war "handmade chocolate from Ooty", sehr lecker, besonders als Frühstück.
Coonoor
Die O's werden trotzdem kurz ausgesprochen [konor]. Dort ging es jedenfalls am Samstag hin. Wir waren von einem Inder eingeladen worden, mit dem Daki und ich auf der einen Party den Pool gestürmt hatten. Da der Ort nur 13km weit von Ooty entfernt liegt, war es also leicht zu finden. Zunächst haben wir uns eine Teefabrik angesehen, zu der die folgende Plantage gehört.

Wusste bisher gar nicht, dass Tee-Pflanzen dem heimischen Lorbeerbusch so ähnlich sehen. Kein Wunder, wenn man nur mit Beuteltee aufgewachsen ist ^^
Der arme Herr auf dem nächsten Bild sucht irgendwas, vermutlich Teebeutel.

Anschließend ging es zu Paddy, dem Inder zu Besuch. Seine Mutter hatte für uns 9 ein vorzügliches Festmahl gekocht. Unglaublich was man einem vegetarischen Gericht alles antun kann, damit es so klasse schmeckt... Nach dem Essen machten wir uns auf zu einem Spaziergang durch die Teeplantagen hinter den Häusern.

Irgendwann war auch die Plantage zu Ende und wir erreichten ein kleines Bergdorf, von dem es eine atemberaubende Aussicht gab. Leider hatten wir keine Zeit mehr auf den Berg auf der anderen Seite zu klettern/wandern.


Kurzerhand wurden wir natürlich von einer Horde Kinder entdeckt und sofort belagert. Fotos über Fotos mussten natürlich gemacht werden, Matthias konnte sein Cricket-Talent gegenüber 10 Jährigen beweisen und auch sonst war es eine sehr lustige und beeindruckende Begegnung. Zum Schluss wurden wir zum Dorftempel verschleppt an dem wir vom Dorfpriester gleich mitgesegnet wurden. Wie auch immer hat Hans seine Sonnen-Crème ausgepackt, was die Aktion des Wochenendes war, denn nun wollten alle Kinder Sonnen-Crème haben, erst gesittet, dann endete es doch im Chaos. Was dabei rauskam sieht man hier:



Noch eins vom Dorf selbst.

Abends sind wir noch auf einen anderen Berg geklettert, auf dem ein kleiner Tempel stand, an dem Paddy regelmaessig seine Gebete abhält. Von diesem touristisch zum Glück noch nicht erschlossenen Gebiet hatte man auch eine super Aussicht. Viel erstaunlicher jedoch war zum Beispiel Paddys Einstellung zur Religion und die Toleranz die er beispielsweise minderintelligenten Menschen entgegen bringt, die sich nicht an die Verhaltensregeln in Tempeln halten. "Sie wissen es halt nicht besser, darum kann ich sie dafür nicht verurteilen." war seine Antwort darauf. So eine Toleranz kann ich komischerweise nicht aufbringen, was mir aber bewusst ist und nicht wirklich geschockt hat.

Madurai
Nach dem vergeblichen Versuch, die anderen Mitgereisten dazu zu überreden, auch den Sonntag in Coonoor zu verbingen, sind wir wie geplant in der Nacht auf Sonntag nach Madurai gefahren. Irgendwo auf dem 9ten Breitengrad sind wir dann durch die Stadt gelaufen und haben schließlich einen Tempel besichtigt. Welche Auswirkungen so ein Breitengrad hat sieht man am folgenden Bild. Achtet auf die Schatten, das war mittags und die Sonne stand schon fast im Zenith. Ohne Kopfbedeckung hielt man es fast nicht aus, um 2 Uhr war die Hitze dann so stark, dass man nicht mehr aus dem Schatten raus wollte. Im Nachmittag gings dann wieder nach Bangalore zurück, "nur" knappe 11 oder 12 Stunden Fahrt.

Zum Schluss noch ein Bild vom Markt in Madurai für alle Knoblauch-Fans...

Das hat jetzt auch zu reichen, denn ich muss los. Auf ins nächste Wochenende. Diesmal gehts mit dem Zug für 2 Tage nach Hampi, wieder Nachtfahrt.
Bis dann.
"Udo, krieg ich jetzt sofort noch nen Schluck Tee... Oh Udo bekommt Applaus..."
Aber auch sonst hat die Gegend landschaftlich einiges zu bieten. Im Folgenden also zusammenfassend die Bilder des letzten Wochenendes, an dem wir 3 Nächte im Bus und eins im indischen Hotel verbracht haben. Achja, nicht erschrecken, aber ich wurde haartechnisch kastriert, habe mich zwangsweise der Hitze beugen müssen.
Ooty
Das Bild ist irgendwo morgens kurz vor Ooty aufgenommen worden, schon mal eine recht ansprechende Gegend.

Am Nachmittag ging es in einen Park am See, der eine Teil ist auf dem See Boot gefahren, wir sind in sonem kleinen Zug am Rand entlang gefahren. Lächerlich kurz und nur durchs Gebüsch eigentlich, aber für umgerechnet 20 Cent wars trotzdem lustig.

In Ooty selbst haben wir uns selbstverständlich das luxuriöseste Hotel genommen, wie an diesem Bild des Klos zu erkennen ist ^^ Übgrigens ersetzt das kleine Eimerchen mit Wasser sowohl Klopapier als auch die Spülung...

Am nächsten morgen kurzfristiger Schock: Die Fensterscheibe unseres Busses wurde eingeworfen. Gefehlt hat aber nichts, vermutlich war der Besitzer des Hauses nur sauer, dass man ihm die Einfahrt zugestellt hat. Mich hat die Situation scheinbar gerade amüsiert, Berrna sieht man die Skepsis aber noch an :)

Die Schachtel in der Hand war "handmade chocolate from Ooty", sehr lecker, besonders als Frühstück.
Coonoor
Die O's werden trotzdem kurz ausgesprochen [konor]. Dort ging es jedenfalls am Samstag hin. Wir waren von einem Inder eingeladen worden, mit dem Daki und ich auf der einen Party den Pool gestürmt hatten. Da der Ort nur 13km weit von Ooty entfernt liegt, war es also leicht zu finden. Zunächst haben wir uns eine Teefabrik angesehen, zu der die folgende Plantage gehört.

Wusste bisher gar nicht, dass Tee-Pflanzen dem heimischen Lorbeerbusch so ähnlich sehen. Kein Wunder, wenn man nur mit Beuteltee aufgewachsen ist ^^
Der arme Herr auf dem nächsten Bild sucht irgendwas, vermutlich Teebeutel.

Anschließend ging es zu Paddy, dem Inder zu Besuch. Seine Mutter hatte für uns 9 ein vorzügliches Festmahl gekocht. Unglaublich was man einem vegetarischen Gericht alles antun kann, damit es so klasse schmeckt... Nach dem Essen machten wir uns auf zu einem Spaziergang durch die Teeplantagen hinter den Häusern.

Irgendwann war auch die Plantage zu Ende und wir erreichten ein kleines Bergdorf, von dem es eine atemberaubende Aussicht gab. Leider hatten wir keine Zeit mehr auf den Berg auf der anderen Seite zu klettern/wandern.


Kurzerhand wurden wir natürlich von einer Horde Kinder entdeckt und sofort belagert. Fotos über Fotos mussten natürlich gemacht werden, Matthias konnte sein Cricket-Talent gegenüber 10 Jährigen beweisen und auch sonst war es eine sehr lustige und beeindruckende Begegnung. Zum Schluss wurden wir zum Dorftempel verschleppt an dem wir vom Dorfpriester gleich mitgesegnet wurden. Wie auch immer hat Hans seine Sonnen-Crème ausgepackt, was die Aktion des Wochenendes war, denn nun wollten alle Kinder Sonnen-Crème haben, erst gesittet, dann endete es doch im Chaos. Was dabei rauskam sieht man hier:



Noch eins vom Dorf selbst.

Abends sind wir noch auf einen anderen Berg geklettert, auf dem ein kleiner Tempel stand, an dem Paddy regelmaessig seine Gebete abhält. Von diesem touristisch zum Glück noch nicht erschlossenen Gebiet hatte man auch eine super Aussicht. Viel erstaunlicher jedoch war zum Beispiel Paddys Einstellung zur Religion und die Toleranz die er beispielsweise minderintelligenten Menschen entgegen bringt, die sich nicht an die Verhaltensregeln in Tempeln halten. "Sie wissen es halt nicht besser, darum kann ich sie dafür nicht verurteilen." war seine Antwort darauf. So eine Toleranz kann ich komischerweise nicht aufbringen, was mir aber bewusst ist und nicht wirklich geschockt hat.

Madurai
Nach dem vergeblichen Versuch, die anderen Mitgereisten dazu zu überreden, auch den Sonntag in Coonoor zu verbingen, sind wir wie geplant in der Nacht auf Sonntag nach Madurai gefahren. Irgendwo auf dem 9ten Breitengrad sind wir dann durch die Stadt gelaufen und haben schließlich einen Tempel besichtigt. Welche Auswirkungen so ein Breitengrad hat sieht man am folgenden Bild. Achtet auf die Schatten, das war mittags und die Sonne stand schon fast im Zenith. Ohne Kopfbedeckung hielt man es fast nicht aus, um 2 Uhr war die Hitze dann so stark, dass man nicht mehr aus dem Schatten raus wollte. Im Nachmittag gings dann wieder nach Bangalore zurück, "nur" knappe 11 oder 12 Stunden Fahrt.

Zum Schluss noch ein Bild vom Markt in Madurai für alle Knoblauch-Fans...

Das hat jetzt auch zu reichen, denn ich muss los. Auf ins nächste Wochenende. Diesmal gehts mit dem Zug für 2 Tage nach Hampi, wieder Nachtfahrt.
Bis dann.
Dienstag, 10. April 2007
National Park
So wie versrpochen reiche ich noch ein Bilder zum Wochenende vor 2 Wochen nach. Vom Trip diesen Wochenendes habe ich die Bilder noch nicht. Werde sie diesmal aber etwas zeitiger nachreichen und auch was dazu schreiben.
Jetzt aber zum Park vor 2 Wochen.
Wir sind zu 4. per öffentlichem Bus, auch ein Highlight für sich, in einen ca. 22km entfernten National Park gefahren. Die Busfahrt an sich war schonmal ereignisreich, da uns die werten Rikshaw-Fahrer zum falschen Bushof gebracht haben. Für sie schien den eine dem anderen gleich zu sein. So kam es, dass wir eine halbe Stunde unseren Bus gesucht haben, dieser aber natürlich hier gar nicht ab fuhr. Haben daraufhin einen anderen Bus ins Zentrum genommen und dort an einer Haltestelle auf unseren Bus gewartet. Die öffentlichen Busse werden hier übrigens in Frauen- (vorne) und Männerbereiche (hinten) unterteilt. Ansonsten sind die Busse wohl der Alptraum eines jeden TüV-Mitarbeiters, Rost und ein offener Motor unter dem Rücksitz gehören zur Modeerscheinung des indischen Standard-Busses. Uns hat er gut ans Ziel gebracht, ergo sind wir zufrieden gewesen, besonders weil das Tages-Ticket nicht mal 50 Cent kostet.
Im Park (ca. 100km² Fläche) angekommen haben wir uns für eine Safari in einem der hier abgebildeten Busse entschieden.

Die Tiere im Park und Zoo sollten diejenigen repräsentieren, die auch im indischen Land in der freien Natur zu finden sind. So gab es Bären, Krokodile, Elefanten, allerlei Rehe, Bisons, Gift-Schlangen, Würge-Schlangen, Luft-Schlangen, Löwen, normale Tiger, weiße Tiger, grüne Tiger, violette Tiger, bunte Gummibärchen, Mc Flurrys usw usw
So zum Beispiel dieses Wollkneul, das aussieht wie ein Kuscheltier ist in Wirklichkeit ein Bär.

Ebenso nett der indische, ISO-genormte Standardtiger. Recht imposante Tiere, wenn der einmal losläuft hat es was echt heroisches.

Jetzt habe ich auch den Beweis dafür, dass die weißen Tiger keine Erfindung von Siegfried und Roy sind. So ein Tier wär doch was, um morgens zur BA zu reiten. Wenn ich mich schlauer anstelle als der Herr Roy und mich nicht beißen lasse, sollte das ja auch möglich sein ;)

Morgens aus der Rikshaw konnten wir sogar das folgende Exemplar des beeindruckenden Ich-fahre-mit-dem-Bauhelm Mopedfahrers zu Gesicht bekommen. Der Helm nützt, der Helm schützt. Soviel scheint hier auch angekommen zu sein.

So war zwar nicht viel jetzt, aber dauert ja nicht lange bis ein Nachschub kommt.
Noch Frohe Ostern nachträglich.
Jetzt aber zum Park vor 2 Wochen.
Wir sind zu 4. per öffentlichem Bus, auch ein Highlight für sich, in einen ca. 22km entfernten National Park gefahren. Die Busfahrt an sich war schonmal ereignisreich, da uns die werten Rikshaw-Fahrer zum falschen Bushof gebracht haben. Für sie schien den eine dem anderen gleich zu sein. So kam es, dass wir eine halbe Stunde unseren Bus gesucht haben, dieser aber natürlich hier gar nicht ab fuhr. Haben daraufhin einen anderen Bus ins Zentrum genommen und dort an einer Haltestelle auf unseren Bus gewartet. Die öffentlichen Busse werden hier übrigens in Frauen- (vorne) und Männerbereiche (hinten) unterteilt. Ansonsten sind die Busse wohl der Alptraum eines jeden TüV-Mitarbeiters, Rost und ein offener Motor unter dem Rücksitz gehören zur Modeerscheinung des indischen Standard-Busses. Uns hat er gut ans Ziel gebracht, ergo sind wir zufrieden gewesen, besonders weil das Tages-Ticket nicht mal 50 Cent kostet.
Im Park (ca. 100km² Fläche) angekommen haben wir uns für eine Safari in einem der hier abgebildeten Busse entschieden.

Die Tiere im Park und Zoo sollten diejenigen repräsentieren, die auch im indischen Land in der freien Natur zu finden sind. So gab es Bären, Krokodile, Elefanten, allerlei Rehe, Bisons, Gift-Schlangen, Würge-Schlangen, Luft-Schlangen, Löwen, normale Tiger, weiße Tiger, grüne Tiger, violette Tiger, bunte Gummibärchen, Mc Flurrys usw usw
So zum Beispiel dieses Wollkneul, das aussieht wie ein Kuscheltier ist in Wirklichkeit ein Bär.

Ebenso nett der indische, ISO-genormte Standardtiger. Recht imposante Tiere, wenn der einmal losläuft hat es was echt heroisches.

Jetzt habe ich auch den Beweis dafür, dass die weißen Tiger keine Erfindung von Siegfried und Roy sind. So ein Tier wär doch was, um morgens zur BA zu reiten. Wenn ich mich schlauer anstelle als der Herr Roy und mich nicht beißen lasse, sollte das ja auch möglich sein ;)

Morgens aus der Rikshaw konnten wir sogar das folgende Exemplar des beeindruckenden Ich-fahre-mit-dem-Bauhelm Mopedfahrers zu Gesicht bekommen. Der Helm nützt, der Helm schützt. Soviel scheint hier auch angekommen zu sein.

So war zwar nicht viel jetzt, aber dauert ja nicht lange bis ein Nachschub kommt.
Noch Frohe Ostern nachträglich.
Donnerstag, 5. April 2007
Fuer 3 Tage weg
Mojen zusammen,

Da hier in Indien zumindest Karfreitag auch ein Feiertag ist, nettes ueberbleibsel der Kolonialzeit, werden wir am Wochenende mit insgesamt 10 Leuten nach Ooty fahren. Am ziemlichen Suedzipfel von Indien liegt eine Berglandschaft mit vielen Teeplantagen etc. Sieht ganz vielversprechend aus. Allerdings faehrt man fuer die 400km 8-10h, also gehts diese Nacht irgendwann los.
Kommen dann Montag in der Frueh wieder zurueck. Bis dahin hab ich vermutlich auch die anderen Bilder und kann sie nachreichen.
Bis dann
Hab laenger nichts geschrieben, was daran liegt, dass nichts grossartiges passiert ist. Letztes Wochenende waren wir in so einem Nationalpark paar Tiger und so angucken, ich warte allerdings immer noch auf die Bilder. Werde ein paar davon dann noch nachreichen.
Ansonsten sieht der Tagesablauf recht gleich aus, zu frueh aufstehen, zu frueh zur arbeit gehen, zu lange arbeiten und zu spaet zurueck fahren. Abends ist es dann wieder unterschiedlich was man macht. Gluecklicherweise ist hier aufgrund der geregelten Buszeiten nicht viel mit gross Ueberstunden machen. Heute bin ich irgendwie extrem muede, haette gestern nicht so lange ueber ne geeignete Heuristik fuer die viergewinnt-KI nachdenken sollen :/
Und allem Zweiflern zum trotz, OSTERN FAELLT DIESES JAHR TROTZDEM NICHTS AUS

Da hier in Indien zumindest Karfreitag auch ein Feiertag ist, nettes ueberbleibsel der Kolonialzeit, werden wir am Wochenende mit insgesamt 10 Leuten nach Ooty fahren. Am ziemlichen Suedzipfel von Indien liegt eine Berglandschaft mit vielen Teeplantagen etc. Sieht ganz vielversprechend aus. Allerdings faehrt man fuer die 400km 8-10h, also gehts diese Nacht irgendwann los.
Kommen dann Montag in der Frueh wieder zurueck. Bis dahin hab ich vermutlich auch die anderen Bilder und kann sie nachreichen.
Bis dann
Montag, 26. März 2007
Tempus fugit
Und da schwindet sie dahin, die schöne Zeit. Einen Monat bin ich jetzt schon hier. An sich wäre es Zeit für ein Resumée oder eine Art Fazit, aber damit würde ich nur bisher schon Geschriebenes wiederholen. Stattdessen lieber ein paar Worte zu den letzten Tagen.
Freitag/Samstag
Freitag habe ich nach der Arbeit nichts mehr gemacht. Lediglich nach der Zeit des fast Fastens nochmal gut gegessen. Ansonsten ein wenig an meinem Spiel programmiert. Die kostbare Zeit einfach mal so verstreichen lassen, manche könnens nicht, ich komme oftmals nicht dran vorbei und finde es ab und zu vollkommen ausreichend.
Am Samstag wollten wir eigentlich mit einem Bus eine Sightseeing in Bangalore starten. Sozusagen die kostbare Zeit wieder richtig nutzen. Dummerweise nutzt der Inder seine Zeit noch viel besser, nämlich mit Mittagspause bis halb 3. So kam es, dass wir keine Fahrt (für 2 Uhr) mehr bekommen haben und der Bus seine Reise ohne uns angetreten hat. Wir haben uns daraufhin an einen "Irgendwas Plaza" bringen lassen, einen Ort an dem man Hemden etc für umgerechnet 3-4€ bekommt. Habe mich sofort mit 3 Hemden und 1 Hose eingedeckt. Die Hose ist etwas formeller aber ultra gemütlich, es gab auch noch 20% discount, so dass ich sie für ca 6-7€ bekommen habe. Den äquivalenten deutschen Preis will ich lieber nicht wissen, jedenfalls wirds vor Abreise nochmal dahin gehen, dann bleibt halt von den alten Sachen etwas hier. Dumme Lufthansa und ihr 20 Kilo - Maximalgepäck.
Dubiose Party
Du bekommst Donnerstags eine Mail weitergeleitet, die ursprünglich von einer Person kommt, die du nicht kennst. In dieser Mail steht, dass am Wochenende eine Party steigen wird. Diese solle bis 6 Uhr morgens gehen, obwohl es laut Gesetz nur bis 23 Uhr abends erlaubt ist. Deshalb solle man in einen gewissen Vorort fahren, in dem ein Auto warten wird. Diese Auto muss man finden, einen Preis von ca 9€ bezahlen, bekommt seinen Stempel und den Rest des Weges bzw die endgültige Adresse genannt. Das wars, bis auf ein paar Informationen zur Musik und Getränkewahl, ist es alles. Würdest Du hinfahren, allein des Abenteuers Willen? Auch wenn es sich anhört wie der Start einer schlechten Aktenzeichen XY Story?
Uhrsprünglich wollten wir zu 4-5 Leuten uns den Spaß machen und uns auf den Weg in diesen Vorort machen. Allerdings bekam der Großteil kurz vor der Abfahrt Muffensaußen, so dass nur Daki und Ich noch vor der Wahl standen. Mit schon dort flauem Gefühl im Magen wurde um 22 Uhr dann ein Rikshaw-Fahrer dazu überredet uns zu diesem besagten Vorort zu fahren. Auf der Fahrt stellte sich raus, dass Daki erst jetzt den Wortlaut der Mail richtig verstanden hatte und nun machte auch ihm der vermeintliche Ablauf ein wenig Sorgen. Aber zu spät, wir waren unterwegs. Wohin genau wusste zu dem Zeitpunkt niemand so wirklich.
Einige Zeit später, im besagten Vorort angekommen, ging es samt Fahrer auf die Suche nach dem nicht weiter beschriebenen Fahrzeug. Etwas Erleichterung brachte die Tatsache, dass die in der Mail vermerkte Telefonnummer tatsächlich einen Menschen am anderen Ende der Leitung hervorbrachte. Mit seiner Hilfe fanden wir dann auch recht bald das Auto. 3 weiße Europäer (vermutlich) standen an einer Kreuzung und begrüßten Leute in vorbeifahrenden Rikshaws. So also auch uns. Was wahrscheinlich als eher unauffällige Aktion ablaufen sollte, war schon längst zu einer Attraktion für die umliegenden Bewohner geworden, die alle wild gestikulierend versuchten den Rikshaw-Fahrern zu erklären, wohin der, auf eine kleine Karte gezeichnete Weg denn führen würde. Währenddessen gesellte sich noch ein Ungar in unsere Rikshaw, da er ebenfalls zu der vermeintlichen Lokation wollte.
Los ging also der zweite Teil der Reise. Wohin genau war wieder nicht so ganz klar. Selbst dem Fahrer nicht, denn wir waren ja schon fast am A*** der Welt. Der von uns gewählte Weg führte nach einiger Zeit in eine Sackgasse, also wieder ein Stück zurück und eine andere Abfahrt gewählt. Diese ging ziemlich schnell in einen unbefestigten Feldweg über. Nach einiger Zeit auf dem Feldweg entschieden wir uns dann doch mal anzuhalten und uns umzugucken. Der inzwischen angenervte Rikshawfahrer wollte schon sein Geld haben und umkehren, aber da wir nicht an unserem Ziel waren, bekam er auch kein Geld. Das haben wir ihm zu verstehen gegeben und ihm mit dem Versprechen einer deutlich höheren Bezahlung vorläufig zu Frieden gestellt. Zum Glück blieben wir in dieser gottverlassenen Gegend nicht lange alleine. Ein Taxi und eine Rikshaw mit insgesamt rund 12 weiteren Gästen beladen, hatten ebenfalls die falsche Straße gewählt. So ging es also im Konvoi auf die Suche nach der ersehnten Lokation. Nach einigen Spekulationen und noch mehr Telefonaten ging es endlich auf den richtigen Weg, wieder über einen schlecht befahrbaren Feldweg. Aber dann tauchten zwischen den Palmenhainen immer mehr Lichter auf und wir wähnten uns an der richtigen Stelle dieses Landes, zurecht. Wir überredeten den Rikshawfahrer hier am Ende der Welt auf uns zu warten und ein paar Stunden später wieder mit zurück zu nehmen. Mit der ausreichenden Bezhalung ist hier wohl ziemlich alles möglich.
Daraufhin betraten wir die Party und das flaue Gefühl, das schon fast verflogen war, verschwand endgültig. Im Palmengarten einer großen Villa waren alle nötigen Vorkehrungen samt Tanzfläche und Getränkeecke getroffen worden. Einen Pool gab es ebenfalls und da wir unsere Badehosen dabei hatten, wurde er von uns mit einem weiteren Inder dann auch ziemlich bald in Beschlag genommen. Zunächst standen andere Gäste mit skeptischen Blicken da und guckten zu, doch dann gesellten sich immer mehr hinzu, so dass wir mit einem Schwimmring Wasserball gegeneinander spielen konnten. 5 gegen 5. Eine sehr spaßige Sache.
Die anderen Gäste waren fast alle Teil einer Studentenorganisation namens AIESEC.So kam es, dass wir Studenten jeglicher Nationalität getroffen haben. Von Schweden über Deutschland, Holland, England, bis Ostasien, Kanada, Amerika und und und war alles dabei. Alle waren sehr aufgeschlossen und man wurde sehr oft in Gespräche verwickelt. Zwar beschränkten sich diese Gespräche oft auf die Fragen der Herkunft etc aber selbst das war sehr interessant. Wir sind recht lange geblieben und danach wieder zurück gefahren, um gegen halb 6 morgens wieder im Guesthouse zu sein. Auf der Fahrt habe ich noch gedacht, dass wir doch total bescheurt sein müssen einer solchen Mail zu folgen, aber im Endeffekt wurden wir für unsere Beklopptheit belohnt und hatten eine sehr nette Party. So scheint es hier wohl laufen zu müssen, wenn die Polizei alles andere verbietet.
The pursuit of happyness
Heute Abend waren wir nach der Abriet mit ein paar anderen im Kino. Dort gibt es eine so genannte "Gold Class", zum deutschen Kinopreis bekommt man hier einen Saal für maximal 32 Leute oder so in etwa, samt elektrisch verstellbaren Liegesesseln. Umgeben von soviel Kompfort haben wir uns den in der Überschrift genannten Film mit Will Smith und seinem Sohn angesehen (in Deutschland: Das Streben nach Glück). Der Film war überraschendetweise nicht so schnulzig wie der Trailer es vermuten ließ und insgesamt sehr gut. Er erzählt eben eine Geschichte, ist frei von Action und dem Kram der sonst einer guten Story gerne mal im Wege steht. Bedrückend war dann allerdings, dass dieser Film, den American Dream beschreibend, fast die ganze Zeit die beiden in Armut zeigt und man selbst liegt in seinem übergroßen Sessel, trinkt seine Limonade und schaut sich das Geschehen an, die ganze Zeit im Bewusstsein, dass im Umkreis von 1km zig Menschen ein noch härteres Schicksal erwischt haben, als die beiden auf der Leinwand. Es wurde einem mal wieder stark bewusst, dass wir an sich einen 6er im Lotto für unser Leben gewonnen haben und mit die letzten sein sollten, die sich wegen irgendetwas beklagen. Auf jeden Fall ist der Film allen zu empfehlen, die was anderes sehen wollen als den immer gleichen Action-Hollywood-Kram à la John Woo.
In dem Sinne noch eine gute Nacht, ich hoffe der Artikel war nicht zu lang für euch zum lesen und werde mich nun meinen verdienten 7 Stunden Schlaf widmen...
Freitag/Samstag
Freitag habe ich nach der Arbeit nichts mehr gemacht. Lediglich nach der Zeit des fast Fastens nochmal gut gegessen. Ansonsten ein wenig an meinem Spiel programmiert. Die kostbare Zeit einfach mal so verstreichen lassen, manche könnens nicht, ich komme oftmals nicht dran vorbei und finde es ab und zu vollkommen ausreichend.
Am Samstag wollten wir eigentlich mit einem Bus eine Sightseeing in Bangalore starten. Sozusagen die kostbare Zeit wieder richtig nutzen. Dummerweise nutzt der Inder seine Zeit noch viel besser, nämlich mit Mittagspause bis halb 3. So kam es, dass wir keine Fahrt (für 2 Uhr) mehr bekommen haben und der Bus seine Reise ohne uns angetreten hat. Wir haben uns daraufhin an einen "Irgendwas Plaza" bringen lassen, einen Ort an dem man Hemden etc für umgerechnet 3-4€ bekommt. Habe mich sofort mit 3 Hemden und 1 Hose eingedeckt. Die Hose ist etwas formeller aber ultra gemütlich, es gab auch noch 20% discount, so dass ich sie für ca 6-7€ bekommen habe. Den äquivalenten deutschen Preis will ich lieber nicht wissen, jedenfalls wirds vor Abreise nochmal dahin gehen, dann bleibt halt von den alten Sachen etwas hier. Dumme Lufthansa und ihr 20 Kilo - Maximalgepäck.
Dubiose Party
Du bekommst Donnerstags eine Mail weitergeleitet, die ursprünglich von einer Person kommt, die du nicht kennst. In dieser Mail steht, dass am Wochenende eine Party steigen wird. Diese solle bis 6 Uhr morgens gehen, obwohl es laut Gesetz nur bis 23 Uhr abends erlaubt ist. Deshalb solle man in einen gewissen Vorort fahren, in dem ein Auto warten wird. Diese Auto muss man finden, einen Preis von ca 9€ bezahlen, bekommt seinen Stempel und den Rest des Weges bzw die endgültige Adresse genannt. Das wars, bis auf ein paar Informationen zur Musik und Getränkewahl, ist es alles. Würdest Du hinfahren, allein des Abenteuers Willen? Auch wenn es sich anhört wie der Start einer schlechten Aktenzeichen XY Story?
Uhrsprünglich wollten wir zu 4-5 Leuten uns den Spaß machen und uns auf den Weg in diesen Vorort machen. Allerdings bekam der Großteil kurz vor der Abfahrt Muffensaußen, so dass nur Daki und Ich noch vor der Wahl standen. Mit schon dort flauem Gefühl im Magen wurde um 22 Uhr dann ein Rikshaw-Fahrer dazu überredet uns zu diesem besagten Vorort zu fahren. Auf der Fahrt stellte sich raus, dass Daki erst jetzt den Wortlaut der Mail richtig verstanden hatte und nun machte auch ihm der vermeintliche Ablauf ein wenig Sorgen. Aber zu spät, wir waren unterwegs. Wohin genau wusste zu dem Zeitpunkt niemand so wirklich.
Einige Zeit später, im besagten Vorort angekommen, ging es samt Fahrer auf die Suche nach dem nicht weiter beschriebenen Fahrzeug. Etwas Erleichterung brachte die Tatsache, dass die in der Mail vermerkte Telefonnummer tatsächlich einen Menschen am anderen Ende der Leitung hervorbrachte. Mit seiner Hilfe fanden wir dann auch recht bald das Auto. 3 weiße Europäer (vermutlich) standen an einer Kreuzung und begrüßten Leute in vorbeifahrenden Rikshaws. So also auch uns. Was wahrscheinlich als eher unauffällige Aktion ablaufen sollte, war schon längst zu einer Attraktion für die umliegenden Bewohner geworden, die alle wild gestikulierend versuchten den Rikshaw-Fahrern zu erklären, wohin der, auf eine kleine Karte gezeichnete Weg denn führen würde. Währenddessen gesellte sich noch ein Ungar in unsere Rikshaw, da er ebenfalls zu der vermeintlichen Lokation wollte.
Los ging also der zweite Teil der Reise. Wohin genau war wieder nicht so ganz klar. Selbst dem Fahrer nicht, denn wir waren ja schon fast am A*** der Welt. Der von uns gewählte Weg führte nach einiger Zeit in eine Sackgasse, also wieder ein Stück zurück und eine andere Abfahrt gewählt. Diese ging ziemlich schnell in einen unbefestigten Feldweg über. Nach einiger Zeit auf dem Feldweg entschieden wir uns dann doch mal anzuhalten und uns umzugucken. Der inzwischen angenervte Rikshawfahrer wollte schon sein Geld haben und umkehren, aber da wir nicht an unserem Ziel waren, bekam er auch kein Geld. Das haben wir ihm zu verstehen gegeben und ihm mit dem Versprechen einer deutlich höheren Bezahlung vorläufig zu Frieden gestellt. Zum Glück blieben wir in dieser gottverlassenen Gegend nicht lange alleine. Ein Taxi und eine Rikshaw mit insgesamt rund 12 weiteren Gästen beladen, hatten ebenfalls die falsche Straße gewählt. So ging es also im Konvoi auf die Suche nach der ersehnten Lokation. Nach einigen Spekulationen und noch mehr Telefonaten ging es endlich auf den richtigen Weg, wieder über einen schlecht befahrbaren Feldweg. Aber dann tauchten zwischen den Palmenhainen immer mehr Lichter auf und wir wähnten uns an der richtigen Stelle dieses Landes, zurecht. Wir überredeten den Rikshawfahrer hier am Ende der Welt auf uns zu warten und ein paar Stunden später wieder mit zurück zu nehmen. Mit der ausreichenden Bezhalung ist hier wohl ziemlich alles möglich.
Daraufhin betraten wir die Party und das flaue Gefühl, das schon fast verflogen war, verschwand endgültig. Im Palmengarten einer großen Villa waren alle nötigen Vorkehrungen samt Tanzfläche und Getränkeecke getroffen worden. Einen Pool gab es ebenfalls und da wir unsere Badehosen dabei hatten, wurde er von uns mit einem weiteren Inder dann auch ziemlich bald in Beschlag genommen. Zunächst standen andere Gäste mit skeptischen Blicken da und guckten zu, doch dann gesellten sich immer mehr hinzu, so dass wir mit einem Schwimmring Wasserball gegeneinander spielen konnten. 5 gegen 5. Eine sehr spaßige Sache.
Die anderen Gäste waren fast alle Teil einer Studentenorganisation namens AIESEC.So kam es, dass wir Studenten jeglicher Nationalität getroffen haben. Von Schweden über Deutschland, Holland, England, bis Ostasien, Kanada, Amerika und und und war alles dabei. Alle waren sehr aufgeschlossen und man wurde sehr oft in Gespräche verwickelt. Zwar beschränkten sich diese Gespräche oft auf die Fragen der Herkunft etc aber selbst das war sehr interessant. Wir sind recht lange geblieben und danach wieder zurück gefahren, um gegen halb 6 morgens wieder im Guesthouse zu sein. Auf der Fahrt habe ich noch gedacht, dass wir doch total bescheurt sein müssen einer solchen Mail zu folgen, aber im Endeffekt wurden wir für unsere Beklopptheit belohnt und hatten eine sehr nette Party. So scheint es hier wohl laufen zu müssen, wenn die Polizei alles andere verbietet.
The pursuit of happyness
Heute Abend waren wir nach der Abriet mit ein paar anderen im Kino. Dort gibt es eine so genannte "Gold Class", zum deutschen Kinopreis bekommt man hier einen Saal für maximal 32 Leute oder so in etwa, samt elektrisch verstellbaren Liegesesseln. Umgeben von soviel Kompfort haben wir uns den in der Überschrift genannten Film mit Will Smith und seinem Sohn angesehen (in Deutschland: Das Streben nach Glück). Der Film war überraschendetweise nicht so schnulzig wie der Trailer es vermuten ließ und insgesamt sehr gut. Er erzählt eben eine Geschichte, ist frei von Action und dem Kram der sonst einer guten Story gerne mal im Wege steht. Bedrückend war dann allerdings, dass dieser Film, den American Dream beschreibend, fast die ganze Zeit die beiden in Armut zeigt und man selbst liegt in seinem übergroßen Sessel, trinkt seine Limonade und schaut sich das Geschehen an, die ganze Zeit im Bewusstsein, dass im Umkreis von 1km zig Menschen ein noch härteres Schicksal erwischt haben, als die beiden auf der Leinwand. Es wurde einem mal wieder stark bewusst, dass wir an sich einen 6er im Lotto für unser Leben gewonnen haben und mit die letzten sein sollten, die sich wegen irgendetwas beklagen. Auf jeden Fall ist der Film allen zu empfehlen, die was anderes sehen wollen als den immer gleichen Action-Hollywood-Kram à la John Woo.
In dem Sinne noch eine gute Nacht, ich hoffe der Artikel war nicht zu lang für euch zum lesen und werde mich nun meinen verdienten 7 Stunden Schlaf widmen...
Donnerstag, 22. März 2007
BSE gibts auch ohne Rindfleisch.
Und das sogar gratis!
Also manchmal fragt man sich ernsthaft, ob manchen Menschen das Gehirn morgens am Kopfkissen kleben bleibt und sie einfach ohne in den Tag starten. Für den Verkehr mag das ja ganz hilfreich sein, aber heute um 1 Uhr wollte ich Augen, Nase und Ohren nicht trauen, als ich sah, dass 5 Inder plötzlich anfangen die Wand in unserem Büro neu zu verputzen und weiß zu bepinseln. Also ich bin ja in dem Glauben aufgewachsen, dass man das macht, wenn kein anderer gerade da arbeiten muss und man danach auch den Raum erst mal nicht betritt. Aber da schein ich kleiner Europäer wohl zu verwöhnt zu sein, bzw. mein nicht vorhandenes Hindu reicht nicht aus, um den Malern zu erklären, sie sollen es auf später verschieben. Mit Englisch kam man hier nicht weiter. So hieß es erst mal andere Dinge außerhalb des Büros erledigen und danach einen wunderbaren Nachmittag mit der schönen Konzentrationsbremse verbringen.
Naja so schnell wirds ja nicht wieder vorkommen, aber wie oft fällt einem auf, dass einige Leute von einer derartigen Begriffsstutzigkeit geplagt werden.
PS: Keine bösen Kommentare, so mies mein ich das ja nicht ;)
Also manchmal fragt man sich ernsthaft, ob manchen Menschen das Gehirn morgens am Kopfkissen kleben bleibt und sie einfach ohne in den Tag starten. Für den Verkehr mag das ja ganz hilfreich sein, aber heute um 1 Uhr wollte ich Augen, Nase und Ohren nicht trauen, als ich sah, dass 5 Inder plötzlich anfangen die Wand in unserem Büro neu zu verputzen und weiß zu bepinseln. Also ich bin ja in dem Glauben aufgewachsen, dass man das macht, wenn kein anderer gerade da arbeiten muss und man danach auch den Raum erst mal nicht betritt. Aber da schein ich kleiner Europäer wohl zu verwöhnt zu sein, bzw. mein nicht vorhandenes Hindu reicht nicht aus, um den Malern zu erklären, sie sollen es auf später verschieben. Mit Englisch kam man hier nicht weiter. So hieß es erst mal andere Dinge außerhalb des Büros erledigen und danach einen wunderbaren Nachmittag mit der schönen Konzentrationsbremse verbringen.
Naja so schnell wirds ja nicht wieder vorkommen, aber wie oft fällt einem auf, dass einige Leute von einer derartigen Begriffsstutzigkeit geplagt werden.
PS: Keine bösen Kommentare, so mies mein ich das ja nicht ;)
Mittwoch, 21. März 2007
Hygiene ist was feines...
...wenn sie einen denn umgibt.
Ich habe einige Zeit nichts von mir hören lassen, da die allgemeine Touristenkrankheit dieses Landes leider nicht vor Leuten halt macht, die eigentlich zum Arbeiten hierher gekommen sind.
An sich habe ich alles beachtet, was man mir im vorhinein gepredigt hat: Kein Leitungswasser trinken, die Zähne nur mit Flasschenwasser putzen etc etc. Lediglich mit dem Essen wurde man mit der Zeit unvorsichtiger. Verständlicherweise, denn man will ja nicht auf 60-70% der Speisen hier verzichten müssen.
Wie dem auch sei, es hat sich durch eines der Gerichte vom Wochenende wohl eine Lebensmitelvergiftung in meinen Magen verirrt und treibt dort seit 2-3 Tagen sein Unwesen. Montag abend habe ich mich völlig erschöpft mit hohem Fieber ins Bett geschmissen und kurzerhand 20 Stunden geschlafen. Dienstag und Mittwoch(heute) vorsichtshalber im Guesthouse geblieben, um nichts zu riskieren. Mittlerweile gehts aber wieder ganz gut. Ab morgen sollte es wieder zur Arbeit gehen. Etwas ordentliches zu essen, nach 2 Tagen unfreiweilligem Fasten, werde ich mir nachher auch noch besorgen.
Was wir das Wochenende so gemacht haben könnt ihr bei Daki lesen. An sich nichts aufregendes. Haben uns in so ein Snob-Villen-Ghetto einladen lassen und haben dort 2 Tage am Pool gehangen und etwas Sport gemacht. Ich stehe dieser "Siedlung" immer noch mit Skepsis gegenüber, da sie nun mal ganz und gar nicht Indien ist. Aber was solls, zur Abwechslung kam es doch ganz gelegen und die Bewohner, die uns dazu eingeladen haben sind auch sehr nett (ein Teil derer die auch in Mysore waren).
Ein Problem ans uns Westlern ist einfach unsere weiße Hautfarbe. Egal wo man hingeht, man fällt einfach auf. Auf diesem Bild wollten wir uns heimlich auf ein indisches Gruppenphoto schleichen und obwohl die Sonne tagtäglich ihr bestes tut, sind wir einfach noch viiiiieeel zu weiß!

Da ich alle Leser für halbwegs talentiert halte ;) ist es sicherlich aufgefallen, dass wir mit Absicht auf dem Bild sind. Die anderen sind indische Studenten, die etwas ähnliches wie wir machen und uns die Innenstadt zeigen wollten.
Anonsten ist seitdem aus oben genannten Grund nicht viel geschehen. Zum Abschluss aber noch eins: Diskussion um Krippenplätze - Müntefering dreht durch. So wird das folgende Bild von "Satire @ Spiegel online" betitelt. Diese Rubrik der Seite ist überigens fast immer einen Besuch wert (Offenheit für eine etwas andere Art von Humor als den von Pro7.Sat1 propagierten natürlich vorausgesetzt).
Ich habe einige Zeit nichts von mir hören lassen, da die allgemeine Touristenkrankheit dieses Landes leider nicht vor Leuten halt macht, die eigentlich zum Arbeiten hierher gekommen sind.
An sich habe ich alles beachtet, was man mir im vorhinein gepredigt hat: Kein Leitungswasser trinken, die Zähne nur mit Flasschenwasser putzen etc etc. Lediglich mit dem Essen wurde man mit der Zeit unvorsichtiger. Verständlicherweise, denn man will ja nicht auf 60-70% der Speisen hier verzichten müssen.
Wie dem auch sei, es hat sich durch eines der Gerichte vom Wochenende wohl eine Lebensmitelvergiftung in meinen Magen verirrt und treibt dort seit 2-3 Tagen sein Unwesen. Montag abend habe ich mich völlig erschöpft mit hohem Fieber ins Bett geschmissen und kurzerhand 20 Stunden geschlafen. Dienstag und Mittwoch(heute) vorsichtshalber im Guesthouse geblieben, um nichts zu riskieren. Mittlerweile gehts aber wieder ganz gut. Ab morgen sollte es wieder zur Arbeit gehen. Etwas ordentliches zu essen, nach 2 Tagen unfreiweilligem Fasten, werde ich mir nachher auch noch besorgen.
Was wir das Wochenende so gemacht haben könnt ihr bei Daki lesen. An sich nichts aufregendes. Haben uns in so ein Snob-Villen-Ghetto einladen lassen und haben dort 2 Tage am Pool gehangen und etwas Sport gemacht. Ich stehe dieser "Siedlung" immer noch mit Skepsis gegenüber, da sie nun mal ganz und gar nicht Indien ist. Aber was solls, zur Abwechslung kam es doch ganz gelegen und die Bewohner, die uns dazu eingeladen haben sind auch sehr nett (ein Teil derer die auch in Mysore waren).
Ein Problem ans uns Westlern ist einfach unsere weiße Hautfarbe. Egal wo man hingeht, man fällt einfach auf. Auf diesem Bild wollten wir uns heimlich auf ein indisches Gruppenphoto schleichen und obwohl die Sonne tagtäglich ihr bestes tut, sind wir einfach noch viiiiieeel zu weiß!

Da ich alle Leser für halbwegs talentiert halte ;) ist es sicherlich aufgefallen, dass wir mit Absicht auf dem Bild sind. Die anderen sind indische Studenten, die etwas ähnliches wie wir machen und uns die Innenstadt zeigen wollten.
Anonsten ist seitdem aus oben genannten Grund nicht viel geschehen. Zum Abschluss aber noch eins: Diskussion um Krippenplätze - Müntefering dreht durch. So wird das folgende Bild von "Satire @ Spiegel online" betitelt. Diese Rubrik der Seite ist überigens fast immer einen Besuch wert (Offenheit für eine etwas andere Art von Humor als den von Pro7.Sat1 propagierten natürlich vorausgesetzt).
Freitag, 16. März 2007
Hemmungsloses Überfressen Teil II
Allen Freunden der deliziösen Dekadenz sei in Bangalore das "Barbecue Nations" empfohlen.
Zum Preis von umgerechnet ~8€ gibt es hier ein astreines All-You-Can-Eat. Dabei hat man kleine Grills in den Tisch eingelassen, auf denen dann allerlei Spieße gebraten werden.
Da der allgemeine Gourmant (!!) natürlich nicht lange auf das Essen warten will, sind die Spieße schon vorgebraten. Auf offener Flamme versteht sich, wenn ungesund, dann richtig. Allerdings fehlte noch pork und beef, aber das sucht man hier ja ohnehin vergeblich.
Somit verbleibe ich hochachtungsvoll und vollgestopft und wünsche eine geruhsame Nacht.
Zum Preis von umgerechnet ~8€ gibt es hier ein astreines All-You-Can-Eat. Dabei hat man kleine Grills in den Tisch eingelassen, auf denen dann allerlei Spieße gebraten werden.
Da der allgemeine Gourmant (!!) natürlich nicht lange auf das Essen warten will, sind die Spieße schon vorgebraten. Auf offener Flamme versteht sich, wenn ungesund, dann richtig. Allerdings fehlte noch pork und beef, aber das sucht man hier ja ohnehin vergeblich.
Somit verbleibe ich hochachtungsvoll und vollgestopft und wünsche eine geruhsame Nacht.
Donnerstag, 15. März 2007
Hemmungsloses Überfressen...
... ist in Indien ein Kinderspiel.
Heute, zurück im Guesthouse sind Daki und meine Wenigkeit gegen 19 Uhr auf die einfallslose Idee gekommen, uns eine Pizza zu bestellen, um dem allseits bekannten abendlichen Kohldampf entgegen zu wirken. Gesagt, getan.
Nach 10 minütiger Diskussion mit dem untalentierten Herren am anderen Ende der Leitung, war dann auch endlich geklärt was wir wollten und wo es gefälligst abgeliefert werden sollte. Bis dahin war die Leitung, ob mutwillig oder durch technische Störung gekappt worden. Man will an dieser Stelle übrigens niemandem etwas unterstellen. PIZZA-CORNER IST EIN SAFTLADEN!!!!!
"40 to 45 minutes" plärrte es dann schließlich aus dem Hörer des Telefonapparates. Verdutzte Zustimmung von unserer Seite. Los ging das aussichtlose Warten auf die Lieferung. Nach gut einer Stunde wurde von unserer Seite die Verbindung erneut hergestellt, um uns über den schicksalshaften Verbleib unserer Pizza zu erkundigen. Der erneut hochtalentierte Herr gab unverblümt zu, dass die Pizza noch nicht mal zubereitet wäre und wollte stattdessen noch einmal die Telefonnummer überprüfen, mit der wir schon 3 mal angerufen haben... erneut tote Leitung... neu gewählt und weiter gefragt. Als nach gut 70 Minuten klar war, dass die Pizza uns wohl nicht mehr an diesem Tage erreichen wird, da eine Pizza sich auch nicht durch das Erfragen der Telefonnummer zubereitet, wurde die Bestellung unsererseits storniert. Exzellente Stimmung hatte sich mittlerweile ausgebreitet.
Bereit alles zu essen was eine Pfanne oder einen Ofen gesehen hat, ging es dann einfach mal auf die Straße. Direkt an der ersten Kreuzung befindet sich das Maharaja Restaurant, an dem der Shuttle-Bus jeden Tag hält. Diesem Restaurant wurde unsererseits nie wirklich große Beachtung geschenkt. Wer will schon in einem überteuerten Restaurant zu Abend essen. Und daaaaaaaaaaa kam der alles entscheidende Gedanke: Das hier ist INDIEN, nicht DEUTSCHLAND. Also nichts wie rein in die gute Stube, uns an einen leeren Tisch bringen lassen, an dem einem sogar der Stuhl von einem der Bediensteten unter den Allerwehrtesten geschoben wurde.
In voller Erwartung von beohnmächtigenden Preisen, nahmen wir die Speisekarte in Empfang. Die Gerichte konnte ich auf Anhieb nicht identifizieren, aber die Preise schienen allesamt in Ordnung. Ich habe mir kurzerhand vegetarische Nudeln und "Barbequed Prawns in grievy tomato sauce" bestellt. Erwartet hatte ich eine Art Fisch, bekam aber etwaige gekringelte Brocken. Egal, erst mal wurde das Zeugs gegessen, was es wirklich war stellte sich dann eh eine Stunde später, dank des Wörterbuches, raus: Garnelen.
Es hat wirklich sehr gut geschmeckt, nur was es viiiiieeel zu viiiieeeel. Also von einem Gericht, das jeder von uns vor sich hatte, wären mindestens 2 hungrige, ausgewachsene Europäer satt geworden. Als einfaches Abendessen hätte es auch für 3 Personen gereicht. Ergo haben wir uns bis zum Anschlag vollgestopft und als alle restlichen Körperfunktionen aussetzen wollten die Rechnung bestellt. Für alles zusammen, beide Gerichte mit Getränken, unverschämt teure 11€ ;)
Dort wird es uns wohl bald noch einmal hinziehen. Allerdings wird dann ein Gericht geteilt und man war für je 3-4€ fein im Restaurant essen. Nächstes mal können wir auch was anderes als unseren abendlichen Pyjama-Look anziehen.
In dem Sinne haue ich mich überfuttert ins Bett und wünsche schon mal ein schönes Wochenende. Morgen noch und dann 3 Tage ausschlafen, hier ist Montag Feiertag. Keine Ahnung was da zelebriert wird, vermutlich was hinduistisches, aber das ist egal, ich feiere ja auch Christenfeiertage.
Heute, zurück im Guesthouse sind Daki und meine Wenigkeit gegen 19 Uhr auf die einfallslose Idee gekommen, uns eine Pizza zu bestellen, um dem allseits bekannten abendlichen Kohldampf entgegen zu wirken. Gesagt, getan.
Nach 10 minütiger Diskussion mit dem untalentierten Herren am anderen Ende der Leitung, war dann auch endlich geklärt was wir wollten und wo es gefälligst abgeliefert werden sollte. Bis dahin war die Leitung, ob mutwillig oder durch technische Störung gekappt worden. Man will an dieser Stelle übrigens niemandem etwas unterstellen. PIZZA-CORNER IST EIN SAFTLADEN!!!!!
"40 to 45 minutes" plärrte es dann schließlich aus dem Hörer des Telefonapparates. Verdutzte Zustimmung von unserer Seite. Los ging das aussichtlose Warten auf die Lieferung. Nach gut einer Stunde wurde von unserer Seite die Verbindung erneut hergestellt, um uns über den schicksalshaften Verbleib unserer Pizza zu erkundigen. Der erneut hochtalentierte Herr gab unverblümt zu, dass die Pizza noch nicht mal zubereitet wäre und wollte stattdessen noch einmal die Telefonnummer überprüfen, mit der wir schon 3 mal angerufen haben... erneut tote Leitung... neu gewählt und weiter gefragt. Als nach gut 70 Minuten klar war, dass die Pizza uns wohl nicht mehr an diesem Tage erreichen wird, da eine Pizza sich auch nicht durch das Erfragen der Telefonnummer zubereitet, wurde die Bestellung unsererseits storniert. Exzellente Stimmung hatte sich mittlerweile ausgebreitet.
Bereit alles zu essen was eine Pfanne oder einen Ofen gesehen hat, ging es dann einfach mal auf die Straße. Direkt an der ersten Kreuzung befindet sich das Maharaja Restaurant, an dem der Shuttle-Bus jeden Tag hält. Diesem Restaurant wurde unsererseits nie wirklich große Beachtung geschenkt. Wer will schon in einem überteuerten Restaurant zu Abend essen. Und daaaaaaaaaaa kam der alles entscheidende Gedanke: Das hier ist INDIEN, nicht DEUTSCHLAND. Also nichts wie rein in die gute Stube, uns an einen leeren Tisch bringen lassen, an dem einem sogar der Stuhl von einem der Bediensteten unter den Allerwehrtesten geschoben wurde.
In voller Erwartung von beohnmächtigenden Preisen, nahmen wir die Speisekarte in Empfang. Die Gerichte konnte ich auf Anhieb nicht identifizieren, aber die Preise schienen allesamt in Ordnung. Ich habe mir kurzerhand vegetarische Nudeln und "Barbequed Prawns in grievy tomato sauce" bestellt. Erwartet hatte ich eine Art Fisch, bekam aber etwaige gekringelte Brocken. Egal, erst mal wurde das Zeugs gegessen, was es wirklich war stellte sich dann eh eine Stunde später, dank des Wörterbuches, raus: Garnelen.
Es hat wirklich sehr gut geschmeckt, nur was es viiiiieeel zu viiiieeeel. Also von einem Gericht, das jeder von uns vor sich hatte, wären mindestens 2 hungrige, ausgewachsene Europäer satt geworden. Als einfaches Abendessen hätte es auch für 3 Personen gereicht. Ergo haben wir uns bis zum Anschlag vollgestopft und als alle restlichen Körperfunktionen aussetzen wollten die Rechnung bestellt. Für alles zusammen, beide Gerichte mit Getränken, unverschämt teure 11€ ;)
Dort wird es uns wohl bald noch einmal hinziehen. Allerdings wird dann ein Gericht geteilt und man war für je 3-4€ fein im Restaurant essen. Nächstes mal können wir auch was anderes als unseren abendlichen Pyjama-Look anziehen.
In dem Sinne haue ich mich überfuttert ins Bett und wünsche schon mal ein schönes Wochenende. Morgen noch und dann 3 Tage ausschlafen, hier ist Montag Feiertag. Keine Ahnung was da zelebriert wird, vermutlich was hinduistisches, aber das ist egal, ich feiere ja auch Christenfeiertage.
Dienstag, 13. März 2007
Ja Lakschmi doch am Arsch ...
... sind das viele Götter.
Wenn die antiken Griechen stolz auf ihren Polytheismus sind, müsste man für die Hindus den Hypertheismus kreieren. Laut unserem Tempelführer wären es an die 3 Millionen verschiedenen Götter. Diese Vielfalt lässt sich aber recht simpel auf eine Zahl von 3 reduzieren, wenn man nur die Grundgötter betrachtet. Diese teilen sich wiefolgt auf:
Stellt sich die Frage wie man aus 3 mal eben 3 Millionen macht. Ganz einfach, man variiere bei den Göttern die Anzahl der Arme zwischen 4 und 36, gebe ihnen jeweils andere Gegenstände zur Hand und neue Namen, so erhöht sich die Anzahl beträchtlich. Nimmt man dann noch die verschiedenen Inkarnationen in der Körperform eines Tieres hinzu und andere Gottheiten ist man schnell bei den 3 Millionen. Andere Gottheiten sind zum Beispiel, der auch in Europa bekannte, Ganesha in der Gestalt eines Elefanten. Als Gott des Glücks gebühren im dementsprechend die meisten Morgengebete.
Ganesha soll angeblich der Sohn von Shiva und Parvati sein. An Shivas Stelle hätte ich die Vaterschaft zwar angezweifelt, aber damals hat man es wohl nicht so eng gesehen, wenn die Frau plötzlich einen Elefanten gebar.
Nun aber zum Trip selbst. Los gings Samstag morgen mit einem gemieteten Bus, 18 Sitze für 10 Leute machte die Fahrt doch ganz angenehm. Allerdings waren dem Busfahrer unsere Stationen nicht ganz bewusst, so sind wir zunächst einfach irgendwo in der Pampa rumgekurvt. Eine solche tollt Strasse sieht man auf dem folgenden Bild. Die Schlaglöcher waren besonders fürdie hinten sitzenden richtig spaßig.

Landschaftlich tat sich links und rechts nicht soviel, außer mal links und rechts eins der riesigen Reisfelder. Uncle Bens lässt grüßen:

Auf dem Hinweg haben wir den ersten Tempel besucht, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe. Er war dem Gott Vishnu und all seinen Erscheinungsformen gewidmet. Ein netter Tempel mit unzähligen Figuren und Säulen.

Am späten Nachmittag gabs noch einen zweiten Tempel zu sehen. Allerdings war dieser "active", also mussten wir Touristen ihn uns mit den normalen Pilgern teilen ;) Auf dem zweiten Bild sieht man einen der Affen, die auf den Tempelmauern umher liefen.


Genächtigt wurde wie solls auch anders sein im Hotel, das für seinen recht günstigen Preis ~ 11€ vollkommen in Ordnung war. Am nächsten Morgen ging es zunächst zu einem anderen, ebenfalls aktiven Tempel. Dort haben wir auch länger angestanden, als wir das etwas angeschaut haben. Trotzdem war es seine Zeit wert, wie alle Tempel die wir gesehen haben.
Daraufhin ging es auf einen kleinen Spaziergang. 1000 Treppen galt es vomTempel ins Tal hinunter zu steigen, an sich simpel, allerdings waren die Dinger extrem rutschig. So ist es nicht verwunderlich, dass es bald den ersten von uns auf den Hosenboden gesetzt hat. (Nochmals Glückwunsch an Hanna für den exzellent gewählten Moment für Auslösung des Fotos, hättest Paparazzi werden können).

Einigen Sonnenbrand und 300 Stufen später gab es eine Art indische Milkakuh zu sehen. So wie deutsche Kinder zur Milkakuh pilgern würden, versammelten sich hier gläubige Inder.

Am Nachmittag und Abend sind wir zum Palast von Mysore gefahren und haben uns dort eine Führung gegönnt. Besonders beeindruckend war nicht der Reichtum des Maharajas, sondern seine Offenheit gegenüber den Religionen dieser Welt. So hat er alles in seinem Palast nach hinduistischem, muslimischen und christlichem Baustil errichten lassen. Insgesamt hatte das ganze Areal samt Tempeln und Park gut 70 Hektar.

Das folgende brave Kätzchen stand in mehreren Ausführungen und in dem Palast. Erinnert ein wenig an Karlo. Sollte er weiterhin soviel Essen und mal seine Haare verlieren, hätte er wohl gute Chancen auch hier zu landen. Ok er müsste noch zu Stein erstarren, aber mit ein bisschen Übung schafft er das schon.

Das folgende Bild stellt eineArt Bilderrätsel dar. Da es dem Inder offensichtlich peinlich ist kein Auto zu besitzen, versucht er mit allen Mitteln sein Transportmittel zu verstecken. Wer es trotzdem findet hat sich einen Keks verdient.

Am Abend sind wir dann nochmal zum Palast zurück gekehrt, da dann die Beleuchtung auf einen Schlag angeschaltet wurde. Leider lässt sich die super Atmosphäre nicht in Bildern fangen, trotzdem ein paar Photos als Eindruck.



Zwischen den beiden Palastbesuchen gab es noch den lokalen Markt zu erkunden, dagegen wirkt jeder europäische Wochenmarkt wie ein Kindergeburtstag. Kleine enge Gassen gefüllt mit Waren von oben bis unten. Florian, Daki und ich haben uns irgendwann von jemandem vollschwallen lassen und sind ihm zu einem Destillateur gefolgt. Dort wurden wir mit Gerüchen vollgepumpt bis wir irgendwann gar nichts mehr riechen konnten. Sind dort mindestens 45 Minuten hängen geblieben und es wäre noch länger geworden, hätten wir nicht zum Bus zurück gemusst. So ein Markt ist echt ein Erlebnis, da wirklich alle Sinne ihren Part zu tun haben.



Im großen und ganzen wars ein super Wochenende und Mysore sei jedem, der sich mal nach Südindien verirrt ans Herz gelegt.
In dem Sinne einen schönen Abend, hier ist es ja fast wieder 22 Uhr.
Wenn die antiken Griechen stolz auf ihren Polytheismus sind, müsste man für die Hindus den Hypertheismus kreieren. Laut unserem Tempelführer wären es an die 3 Millionen verschiedenen Götter. Diese Vielfalt lässt sich aber recht simpel auf eine Zahl von 3 reduzieren, wenn man nur die Grundgötter betrachtet. Diese teilen sich wiefolgt auf:
- Brahma (Saraswati) -> Erzeugung
- Vischnu (Lakshmi) -> Erhaltung
- Shiva (Parvati) -> Zerstörung
Stellt sich die Frage wie man aus 3 mal eben 3 Millionen macht. Ganz einfach, man variiere bei den Göttern die Anzahl der Arme zwischen 4 und 36, gebe ihnen jeweils andere Gegenstände zur Hand und neue Namen, so erhöht sich die Anzahl beträchtlich. Nimmt man dann noch die verschiedenen Inkarnationen in der Körperform eines Tieres hinzu und andere Gottheiten ist man schnell bei den 3 Millionen. Andere Gottheiten sind zum Beispiel, der auch in Europa bekannte, Ganesha in der Gestalt eines Elefanten. Als Gott des Glücks gebühren im dementsprechend die meisten Morgengebete.
Ganesha soll angeblich der Sohn von Shiva und Parvati sein. An Shivas Stelle hätte ich die Vaterschaft zwar angezweifelt, aber damals hat man es wohl nicht so eng gesehen, wenn die Frau plötzlich einen Elefanten gebar.
Nun aber zum Trip selbst. Los gings Samstag morgen mit einem gemieteten Bus, 18 Sitze für 10 Leute machte die Fahrt doch ganz angenehm. Allerdings waren dem Busfahrer unsere Stationen nicht ganz bewusst, so sind wir zunächst einfach irgendwo in der Pampa rumgekurvt. Eine solche tollt Strasse sieht man auf dem folgenden Bild. Die Schlaglöcher waren besonders fürdie hinten sitzenden richtig spaßig.

Landschaftlich tat sich links und rechts nicht soviel, außer mal links und rechts eins der riesigen Reisfelder. Uncle Bens lässt grüßen:

Auf dem Hinweg haben wir den ersten Tempel besucht, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe. Er war dem Gott Vishnu und all seinen Erscheinungsformen gewidmet. Ein netter Tempel mit unzähligen Figuren und Säulen.

Am späten Nachmittag gabs noch einen zweiten Tempel zu sehen. Allerdings war dieser "active", also mussten wir Touristen ihn uns mit den normalen Pilgern teilen ;) Auf dem zweiten Bild sieht man einen der Affen, die auf den Tempelmauern umher liefen.


Genächtigt wurde wie solls auch anders sein im Hotel, das für seinen recht günstigen Preis ~ 11€ vollkommen in Ordnung war. Am nächsten Morgen ging es zunächst zu einem anderen, ebenfalls aktiven Tempel. Dort haben wir auch länger angestanden, als wir das etwas angeschaut haben. Trotzdem war es seine Zeit wert, wie alle Tempel die wir gesehen haben.
Daraufhin ging es auf einen kleinen Spaziergang. 1000 Treppen galt es vomTempel ins Tal hinunter zu steigen, an sich simpel, allerdings waren die Dinger extrem rutschig. So ist es nicht verwunderlich, dass es bald den ersten von uns auf den Hosenboden gesetzt hat. (Nochmals Glückwunsch an Hanna für den exzellent gewählten Moment für Auslösung des Fotos, hättest Paparazzi werden können).

Einigen Sonnenbrand und 300 Stufen später gab es eine Art indische Milkakuh zu sehen. So wie deutsche Kinder zur Milkakuh pilgern würden, versammelten sich hier gläubige Inder.

Am Nachmittag und Abend sind wir zum Palast von Mysore gefahren und haben uns dort eine Führung gegönnt. Besonders beeindruckend war nicht der Reichtum des Maharajas, sondern seine Offenheit gegenüber den Religionen dieser Welt. So hat er alles in seinem Palast nach hinduistischem, muslimischen und christlichem Baustil errichten lassen. Insgesamt hatte das ganze Areal samt Tempeln und Park gut 70 Hektar.

Das folgende brave Kätzchen stand in mehreren Ausführungen und in dem Palast. Erinnert ein wenig an Karlo. Sollte er weiterhin soviel Essen und mal seine Haare verlieren, hätte er wohl gute Chancen auch hier zu landen. Ok er müsste noch zu Stein erstarren, aber mit ein bisschen Übung schafft er das schon.

Das folgende Bild stellt eineArt Bilderrätsel dar. Da es dem Inder offensichtlich peinlich ist kein Auto zu besitzen, versucht er mit allen Mitteln sein Transportmittel zu verstecken. Wer es trotzdem findet hat sich einen Keks verdient.

Am Abend sind wir dann nochmal zum Palast zurück gekehrt, da dann die Beleuchtung auf einen Schlag angeschaltet wurde. Leider lässt sich die super Atmosphäre nicht in Bildern fangen, trotzdem ein paar Photos als Eindruck.



Zwischen den beiden Palastbesuchen gab es noch den lokalen Markt zu erkunden, dagegen wirkt jeder europäische Wochenmarkt wie ein Kindergeburtstag. Kleine enge Gassen gefüllt mit Waren von oben bis unten. Florian, Daki und ich haben uns irgendwann von jemandem vollschwallen lassen und sind ihm zu einem Destillateur gefolgt. Dort wurden wir mit Gerüchen vollgepumpt bis wir irgendwann gar nichts mehr riechen konnten. Sind dort mindestens 45 Minuten hängen geblieben und es wäre noch länger geworden, hätten wir nicht zum Bus zurück gemusst. So ein Markt ist echt ein Erlebnis, da wirklich alle Sinne ihren Part zu tun haben.



Im großen und ganzen wars ein super Wochenende und Mysore sei jedem, der sich mal nach Südindien verirrt ans Herz gelegt.
In dem Sinne einen schönen Abend, hier ist es ja fast wieder 22 Uhr.
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