Der wohl letzte überlebende Mieter aus vergangenen Tagen ist heute aus seinem Urlaub zurück gekommen und konnte uns großartigerweise das Passwort zum WLAN -Login geben. Somit liege ich grade auf dem Bett und kann gemütlich schreiben, für die nötige Kühle sorgt der Ventilator über mir (wenn auch nur bescheiden wenig).
Nachts ist es an sich angenehm kühl, zumindest morgens. Tagsüber heitzt die Sonne alles gerne über 30° auf, ist ja schließlich Frühling.
Ich freue mich da ja schon auf den Sommer, in dem es, wenn man den Aussagen hiesiger Deutschen Glauben schenken darf, auch bis zu 40° im Schatten (gefühlt sinds dann 50, da geht keiner mehr nach draußen). Jetzt versteh ich auch warum ich im Bus scheinbar der Enizige bin, der den Sitz bewässert als wäre er eine Blumenvase.
Was solls, ich hab mal mit dem Handy 2-3 Bilder gemacht.
Dies wäre dann das Flugzeug mit dem wir hier hin gekommen sind.
Der Blick aus dem Bürofenster. Gibts nichts zu sehen. Dafür stehts auch hier. Die Landschaft um Bangalore ist beeindruckslos unspektakulär. Hier was Drack, da mal ein Gebüsch. Das ist alles was ich bisher gesehen habe. In der Stadt besteht der Urwald eh aus Beton. Das wäre den Aufwand des Photos noch nicht mal wert. Wer weiß, vielleicht ringe ich mich demnächst mal dazu durch.
Das ist mein Zimmer. Der Schrank ist zu groß und muffelt eh. Rechts gehts noch zum Badezimmer, das wen wunderts, aus Klo, Waschbecken und Dusche (zumindest versucht es eine zu sein) besteht.
Vor diesem Raum gibt es morgens auch kein Entrinnen. Pünktlich halb 7 bahne ich mir meinen Weg hier rein. Dort gibts dann Toast, Müsli, bißchen Obst und was zu trinken. So beginnt der Tag doch ganz ordentlich und unbeschwert. An die schmatzenden und mit offenem Munde essenden Inder geöhne ich mich auch noch (scheint hier so Sitte zu sein).Das sollte fürs erste reichen. Schreib eh schon wieder zu viel. Arme Tastatur....
An der Arbeit lief es relativ unspektakulär, abgesehen davon, dass ich in 2 Tagen zum 2. mal die Abteilung gewechselt habe. Jetzt bin ich doch wieder bei der ersten und bleibe hoffentlich auch mal da. Im ersten Meeting habe ich mich erst mal erschrocken, da Inder um ihre Zustimmung zu signalisieren immer leicht mit dem Kopf schütteln. Ich habe es direkt als "Nein" interpretiert, was natürlich falsch war. Kann mir eh mal merken, dass es sowas wie "Nein" hier nicht gibt, es gibt ein "Vielleicht", "mal sehen", "werd's mal versuchen".
So gute Nacht.
4 Kommentare:
hey daniel!
das zimmer sieht doch ganz okey aus..
hast du keine probleme so als "outcast" ;) man hört doch so einiges davon
grüße
MH
ja das zimmer sieht doch gut aus... und das schmatzen..hmm.. lass doch einfach die oropax 20 min länger drin ;)
ehrlich gesagt, ich wär gerne an deiner stelle.... irgendwann mach ich auch mal einen rukcsacktripp von oben links bis unten rechts in asien... *träum*
allez, good luck weiterhin
Loro
Ja, wir finden sieht doch echt nicht so schrecklich aus. Und an dir ist ein Schriftseller verloren gegangen!
Walter fragt: Wie sind denn die Frauen;)?
Mach weiter so, wir sterben vor Neugier!
Gele+Walter
Die letzten 6 Zeilen...recht hat er. Nein sagen gibt es nicht, auch wenn sie genau wissen, dass es nicht machbar ist :(
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