9 Uhr morgens. Wird Zeit für ne kleine Zusammenfassung, da ich eh noch 1 Stunde auf meinen CHef hier warten muss, wegen der Aufgabenbesprechung.
Bin gestern Abend noch ne Stunde durch die Stadt gelaufen und hab im 4. oder 5. Geschäft endlich ein passendes Ladegerät gefunden. Habe 350 Rupien (7€) bezahlt, recht günstig, wenn man bedenkt, dass die Dinger in Deutschland schon mal gerne 30-40€ kosten.
Flug und Ankunft
Wurden morgens um 9 bei SAP abgeholt und zum Frankfurter Flughafen gebracht. Da die Frau wie Sau gefahren ist, waren wir schon um kurz nach halb 10 da, viel zu früh also. Erst mal gefrühstückt und in aller Ruhe eingecheckt. Um 12 konnten wir dann ins Flugzeug, der Start hat sich aber noch bis 13 Uhr hingezogen (12:15 geplant), da jemand seinen Koffer abgegeben hatte, er selbst aber nicht das Flugzeug betreten hat. Aus Sicherheitsgründen musste sein Koffer dann wieder rausgekramt werden, deshalb die Verspätung.
Unser Ticket galt leider nur für die Economy, besser gesagt Chicken Class. Es hat nur noch gefehlt, dass man uns gestapelt hätte. Wenn man wie ich zwischen 2 Leuten saß, war es unmöglich sich mal zu strecken oder auch nur den Ellebogen richtig anzuheben, was beim Essen absolut toll war. Ansonsten verlief der Flug reibungslos, haben gute 8 Stunden gebraucht, was laut Pilot schnell war. Lustig zu verfolgen war die Anzeige mit ein paar Daten, durschn. Außentemperatur von -60°C und eine Geschwindigkeit von 950-1000 km/h.
In Bangalore angekommen mussten wir erst mal anstehen, um das Visum kontrollieren zu lassen udn anschließend am Kofferband aufs Gepäck warten. Das Ganze hat auch noch mal ungefähr ne Stunde gedauert. Um 2 Uhr nachts (Ortszeit) wars dann an der Zeit den Flughafen zu verlassen. Am Ausgang kam man sich vor wie wie am Eingang zu einem Filmfestival, links und rechts standen hinter Absperrungen ganz normale, vermutlich neugierige Leute gepaart mit Taxifahrern mit Schildern. Meinen Namen hatte ich relativ schnell auf einem der Schilder gefunden und bin dem Taxifahrer zum Auto gefolgt. Habs natürlich mal glatt geschafft mich auf den Fahrersitz zu setzen, da in Indien der Fahrer wie in England rechts sitzt. Der Taxifahrer hat nur gegrinst und mich dann zum Guesthouse gebracht, hat sich auch nur 3 mal verfahren ;) Im Guesthouse musste ich nur meine Unterschrift in ein Buch setzen und bekam mein Zimmer, mittlwerweile war es dann 3 Uhr nachts.
1. Tag
Habe mich am ersten Tag um 10 Uhr mal nach draußen gewagt und bin eine Stunde rumgelaufen. Allerdings bin ich an der Hauptstraße geblieben, um mich nicht zu verlaufen. Das stellte sich aber nachher als Fehler raus, denn bei den Abgasen und dem Gestank konnte man nach 20-30 Minuten nicht mehr richtig atmen. Bin dann ins Guesthouse zurück und hab den Rest des Tages dort gegammelt und meistens was gelesen, war eh noch total müde. In der Nacht dann dafür wachgelegen, aber so langsam gewöhnt man sich dran.
Nen Elefanten hab ich leider noch nicht gesehen, das scheitn hier im Süden wohl nicht so gängig zu sein, dafür stehen hier einfach mal Rinder in den Seitenstraßen rum, manche haben irgendwelche Schmucktücher um die Hörner gebunden, sind ja schließlich heilig. Davon werd ich irgendwann mal ein Bild machen.
Die Inder hier im Süden sind sehr dunkelhäutig, stärker als das was man so von den in Deutschland lebenden kennt, leigt wahrscheinlich auch an der Nähe des Äquators etc. Man selbst ist als Weißer eine absolute Rarität und wird auf der Straße ständig beobachtet, ob das nur reine Neugier ist mag ich zu bezweifeln. Aber auch da wird man sich vermutlich irgendwann mal dran gewöhnen.
Woran das Gewöhnen stärker fällt ist zur Zeit der Dreck und die Luftverschmutzung, da kann man über Feinstaub-Debatten in Deutschland nur grinsen. Diese verdammten gelben Dreirad-Rikschas stinken am meisten.
Verkehr
Hier herrscht das totale Verkehrschaos, es gibt zwar regeln, aber ich habe noch keinen gesehen der sich dran gehalten hat. Der mit dem stärkeren Motor und dem höheren Gewicht gewinnt einfach. Außerdem wird die Hupe exessivst genutzt, wann und genau wie ist mir immer noch ein Rätsel. Fußgänger haben die größte Arschkarte, Ampeln gibt es nicht und Zebrastreifen sind auch selten und wenn scheinbar nur zur Straßendekoration da. Man muss halt versuchen iwie über die Straße zu rennen, wenn sich die Autos grad irgendwo stauen.
Zur Arbeit fährt zum Glück ein Bus von SAP, da die öffentlichen Verkehrsmittel ziemlich schäbig und überlastet sind. Morgens gehts, da man schon um kurz nach 7 losfährt umgeht man die Rush-Hour und braucht 30-40 Minuten. Abends ist es allerdings absolut besch..., da braucht man für die gleiche Strecke zurück 1h 20min., zumindest gestern; also abends 3-4 mal so lange. Außerdem ist die Luft dann auch im Bus ziemlich eklig, schließlich sind alle Türen und Fenster offen.
SO hab jetzt erst mal das Treffen, werde den Rest später schreiben....
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1 Kommentar:
kann man überhaupt von heiligen kühen in indien sprechen, solange diese noch leben? sind sie dann nicht seelig?
das mit den elefanten kriegste schon hin, treibst uns schon einen auf... und dann sprayst du ne 5 drauf und machst ein foto! oder noch besser. du machst das bei nem Rind alias Kuh, das überlass ich dir.
PS: den eintrag hätte ich ja fast übersehen!
gruß
loro
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