Montag, 26. März 2007

Tempus fugit

Und da schwindet sie dahin, die schöne Zeit. Einen Monat bin ich jetzt schon hier. An sich wäre es Zeit für ein Resumée oder eine Art Fazit, aber damit würde ich nur bisher schon Geschriebenes wiederholen. Stattdessen lieber ein paar Worte zu den letzten Tagen.

Freitag/Samstag
Freitag habe ich nach der Arbeit nichts mehr gemacht. Lediglich nach der Zeit des fast Fastens nochmal gut gegessen. Ansonsten ein wenig an meinem Spiel programmiert. Die kostbare Zeit einfach mal so verstreichen lassen, manche könnens nicht, ich komme oftmals nicht dran vorbei und finde es ab und zu vollkommen ausreichend.
Am Samstag wollten wir eigentlich mit einem Bus eine Sightseeing in Bangalore starten. Sozusagen die kostbare Zeit wieder richtig nutzen. Dummerweise nutzt der Inder seine Zeit noch viel besser, nämlich mit Mittagspause bis halb 3. So kam es, dass wir keine Fahrt (für 2 Uhr) mehr bekommen haben und der Bus seine Reise ohne uns angetreten hat. Wir haben uns daraufhin an einen "Irgendwas Plaza" bringen lassen, einen Ort an dem man Hemden etc für umgerechnet 3-4€ bekommt. Habe mich sofort mit 3 Hemden und 1 Hose eingedeckt. Die Hose ist etwas formeller aber ultra gemütlich, es gab auch noch 20% discount, so dass ich sie für ca 6-7€ bekommen habe. Den äquivalenten deutschen Preis will ich lieber nicht wissen, jedenfalls wirds vor Abreise nochmal dahin gehen, dann bleibt halt von den alten Sachen etwas hier. Dumme Lufthansa und ihr 20 Kilo - Maximalgepäck.

Dubiose Party
Du bekommst Donnerstags eine Mail weitergeleitet, die ursprünglich von einer Person kommt, die du nicht kennst. In dieser Mail steht, dass am Wochenende eine Party steigen wird. Diese solle bis 6 Uhr morgens gehen, obwohl es laut Gesetz nur bis 23 Uhr abends erlaubt ist. Deshalb solle man in einen gewissen Vorort fahren, in dem ein Auto warten wird. Diese Auto muss man finden, einen Preis von ca 9€ bezahlen, bekommt seinen Stempel und den Rest des Weges bzw die endgültige Adresse genannt. Das wars, bis auf ein paar Informationen zur Musik und Getränkewahl, ist es alles. Würdest Du hinfahren, allein des Abenteuers Willen? Auch wenn es sich anhört wie der Start einer schlechten Aktenzeichen XY Story?
Uhrsprünglich wollten wir zu 4-5 Leuten uns den Spaß machen und uns auf den Weg in diesen Vorort machen. Allerdings bekam der Großteil kurz vor der Abfahrt Muffensaußen, so dass nur Daki und Ich noch vor der Wahl standen. Mit schon dort flauem Gefühl im Magen wurde um 22 Uhr dann ein Rikshaw-Fahrer dazu überredet uns zu diesem besagten Vorort zu fahren. Auf der Fahrt stellte sich raus, dass Daki erst jetzt den Wortlaut der Mail richtig verstanden hatte und nun machte auch ihm der vermeintliche Ablauf ein wenig Sorgen. Aber zu spät, wir waren unterwegs. Wohin genau wusste zu dem Zeitpunkt niemand so wirklich.
Einige Zeit später, im besagten Vorort angekommen, ging es samt Fahrer auf die Suche nach dem nicht weiter beschriebenen Fahrzeug. Etwas Erleichterung brachte die Tatsache, dass die in der Mail vermerkte Telefonnummer tatsächlich einen Menschen am anderen Ende der Leitung hervorbrachte. Mit seiner Hilfe fanden wir dann auch recht bald das Auto. 3 weiße Europäer (vermutlich) standen an einer Kreuzung und begrüßten Leute in vorbeifahrenden Rikshaws. So also auch uns. Was wahrscheinlich als eher unauffällige Aktion ablaufen sollte, war schon längst zu einer Attraktion für die umliegenden Bewohner geworden, die alle wild gestikulierend versuchten den Rikshaw-Fahrern zu erklären, wohin der, auf eine kleine Karte gezeichnete Weg denn führen würde. Währenddessen gesellte sich noch ein Ungar in unsere Rikshaw, da er ebenfalls zu der vermeintlichen Lokation wollte.
Los ging also der zweite Teil der Reise. Wohin genau war wieder nicht so ganz klar. Selbst dem Fahrer nicht, denn wir waren ja schon fast am A*** der Welt. Der von uns gewählte Weg führte nach einiger Zeit in eine Sackgasse, also wieder ein Stück zurück und eine andere Abfahrt gewählt. Diese ging ziemlich schnell in einen unbefestigten Feldweg über. Nach einiger Zeit auf dem Feldweg entschieden wir uns dann doch mal anzuhalten und uns umzugucken. Der inzwischen angenervte Rikshawfahrer wollte schon sein Geld haben und umkehren, aber da wir nicht an unserem Ziel waren, bekam er auch kein Geld. Das haben wir ihm zu verstehen gegeben und ihm mit dem Versprechen einer deutlich höheren Bezahlung vorläufig zu Frieden gestellt. Zum Glück blieben wir in dieser gottverlassenen Gegend nicht lange alleine. Ein Taxi und eine Rikshaw mit insgesamt rund 12 weiteren Gästen beladen, hatten ebenfalls die falsche Straße gewählt. So ging es also im Konvoi auf die Suche nach der ersehnten Lokation. Nach einigen Spekulationen und noch mehr Telefonaten ging es endlich auf den richtigen Weg, wieder über einen schlecht befahrbaren Feldweg. Aber dann tauchten zwischen den Palmenhainen immer mehr Lichter auf und wir wähnten uns an der richtigen Stelle dieses Landes, zurecht. Wir überredeten den Rikshawfahrer hier am Ende der Welt auf uns zu warten und ein paar Stunden später wieder mit zurück zu nehmen. Mit der ausreichenden Bezhalung ist hier wohl ziemlich alles möglich.
Daraufhin betraten wir die Party und das flaue Gefühl, das schon fast verflogen war, verschwand endgültig. Im Palmengarten einer großen Villa waren alle nötigen Vorkehrungen samt Tanzfläche und Getränkeecke getroffen worden. Einen Pool gab es ebenfalls und da wir unsere Badehosen dabei hatten, wurde er von uns mit einem weiteren Inder dann auch ziemlich bald in Beschlag genommen. Zunächst standen andere Gäste mit skeptischen Blicken da und guckten zu, doch dann gesellten sich immer mehr hinzu, so dass wir mit einem Schwimmring Wasserball gegeneinander spielen konnten. 5 gegen 5. Eine sehr spaßige Sache.
Die anderen Gäste waren fast alle Teil einer Studentenorganisation namens AIESEC.So kam es, dass wir Studenten jeglicher Nationalität getroffen haben. Von Schweden über Deutschland, Holland, England, bis Ostasien, Kanada, Amerika und und und war alles dabei. Alle waren sehr aufgeschlossen und man wurde sehr oft in Gespräche verwickelt. Zwar beschränkten sich diese Gespräche oft auf die Fragen der Herkunft etc aber selbst das war sehr interessant. Wir sind recht lange geblieben und danach wieder zurück gefahren, um gegen halb 6 morgens wieder im Guesthouse zu sein. Auf der Fahrt habe ich noch gedacht, dass wir doch total bescheurt sein müssen einer solchen Mail zu folgen, aber im Endeffekt wurden wir für unsere Beklopptheit belohnt und hatten eine sehr nette Party. So scheint es hier wohl laufen zu müssen, wenn die Polizei alles andere verbietet.

The pursuit of happyness
Heute Abend waren wir nach der Abriet mit ein paar anderen im Kino. Dort gibt es eine so genannte "Gold Class", zum deutschen Kinopreis bekommt man hier einen Saal für maximal 32 Leute oder so in etwa, samt elektrisch verstellbaren Liegesesseln. Umgeben von soviel Kompfort haben wir uns den in der Überschrift genannten Film mit Will Smith und seinem Sohn angesehen (in Deutschland: Das Streben nach Glück). Der Film war überraschendetweise nicht so schnulzig wie der Trailer es vermuten ließ und insgesamt sehr gut. Er erzählt eben eine Geschichte, ist frei von Action und dem Kram der sonst einer guten Story gerne mal im Wege steht. Bedrückend war dann allerdings, dass dieser Film, den American Dream beschreibend, fast die ganze Zeit die beiden in Armut zeigt und man selbst liegt in seinem übergroßen Sessel, trinkt seine Limonade und schaut sich das Geschehen an, die ganze Zeit im Bewusstsein, dass im Umkreis von 1km zig Menschen ein noch härteres Schicksal erwischt haben, als die beiden auf der Leinwand. Es wurde einem mal wieder stark bewusst, dass wir an sich einen 6er im Lotto für unser Leben gewonnen haben und mit die letzten sein sollten, die sich wegen irgendetwas beklagen. Auf jeden Fall ist der Film allen zu empfehlen, die was anderes sehen wollen als den immer gleichen Action-Hollywood-Kram à la John Woo.

In dem Sinne noch eine gute Nacht, ich hoffe der Artikel war nicht zu lang für euch zum lesen und werde mich nun meinen verdienten 7 Stunden Schlaf widmen...

Donnerstag, 22. März 2007

BSE gibts auch ohne Rindfleisch.

Und das sogar gratis!

Also manchmal fragt man sich ernsthaft, ob manchen Menschen das Gehirn morgens am Kopfkissen kleben bleibt und sie einfach ohne in den Tag starten. Für den Verkehr mag das ja ganz hilfreich sein, aber heute um 1 Uhr wollte ich Augen, Nase und Ohren nicht trauen, als ich sah, dass 5 Inder plötzlich anfangen die Wand in unserem Büro neu zu verputzen und weiß zu bepinseln. Also ich bin ja in dem Glauben aufgewachsen, dass man das macht, wenn kein anderer gerade da arbeiten muss und man danach auch den Raum erst mal nicht betritt. Aber da schein ich kleiner Europäer wohl zu verwöhnt zu sein, bzw. mein nicht vorhandenes Hindu reicht nicht aus, um den Malern zu erklären, sie sollen es auf später verschieben. Mit Englisch kam man hier nicht weiter. So hieß es erst mal andere Dinge außerhalb des Büros erledigen und danach einen wunderbaren Nachmittag mit der schönen Konzentrationsbremse verbringen.

Naja so schnell wirds ja nicht wieder vorkommen, aber wie oft fällt einem auf, dass einige Leute von einer derartigen Begriffsstutzigkeit geplagt werden.

PS: Keine bösen Kommentare, so mies mein ich das ja nicht ;)

Mittwoch, 21. März 2007

Hygiene ist was feines...

...wenn sie einen denn umgibt.

Ich habe einige Zeit nichts von mir hören lassen, da die allgemeine Touristenkrankheit dieses Landes leider nicht vor Leuten halt macht, die eigentlich zum Arbeiten hierher gekommen sind.
An sich habe ich alles beachtet, was man mir im vorhinein gepredigt hat: Kein Leitungswasser trinken, die Zähne nur mit Flasschenwasser putzen etc etc. Lediglich mit dem Essen wurde man mit der Zeit unvorsichtiger. Verständlicherweise, denn man will ja nicht auf 60-70% der Speisen hier verzichten müssen.
Wie dem auch sei, es hat sich durch eines der Gerichte vom Wochenende wohl eine Lebensmitelvergiftung in meinen Magen verirrt und treibt dort seit 2-3 Tagen sein Unwesen. Montag abend habe ich mich völlig erschöpft mit hohem Fieber ins Bett geschmissen und kurzerhand 20 Stunden geschlafen. Dienstag und Mittwoch(heute) vorsichtshalber im Guesthouse geblieben, um nichts zu riskieren. Mittlerweile gehts aber wieder ganz gut. Ab morgen sollte es wieder zur Arbeit gehen. Etwas ordentliches zu essen, nach 2 Tagen unfreiweilligem Fasten, werde ich mir nachher auch noch besorgen.

Was wir das Wochenende so gemacht haben könnt ihr bei Daki lesen. An sich nichts aufregendes. Haben uns in so ein Snob-Villen-Ghetto einladen lassen und haben dort 2 Tage am Pool gehangen und etwas Sport gemacht. Ich stehe dieser "Siedlung" immer noch mit Skepsis gegenüber, da sie nun mal ganz und gar nicht Indien ist. Aber was solls, zur Abwechslung kam es doch ganz gelegen und die Bewohner, die uns dazu eingeladen haben sind auch sehr nett (ein Teil derer die auch in Mysore waren).

Ein Problem ans uns Westlern ist einfach unsere weiße Hautfarbe. Egal wo man hingeht, man fällt einfach auf. Auf diesem Bild wollten wir uns heimlich auf ein indisches Gruppenphoto schleichen und obwohl die Sonne tagtäglich ihr bestes tut, sind wir einfach noch viiiiieeel zu weiß!

Da ich alle Leser für halbwegs talentiert halte ;) ist es sicherlich aufgefallen, dass wir mit Absicht auf dem Bild sind. Die anderen sind indische Studenten, die etwas ähnliches wie wir machen und uns die Innenstadt zeigen wollten.

Anonsten ist seitdem aus oben genannten Grund nicht viel geschehen. Zum Abschluss aber noch eins: Diskussion um Krippenplätze - Müntefering dreht durch. So wird das folgende Bild von "Satire @ Spiegel online" betitelt. Diese Rubrik der Seite ist überigens fast immer einen Besuch wert (Offenheit für eine etwas andere Art von Humor als den von Pro7.Sat1 propagierten natürlich vorausgesetzt).

Freitag, 16. März 2007

Hemmungsloses Überfressen Teil II

Allen Freunden der deliziösen Dekadenz sei in Bangalore das "Barbecue Nations" empfohlen.
Zum Preis von umgerechnet ~8€ gibt es hier ein astreines All-You-Can-Eat. Dabei hat man kleine Grills in den Tisch eingelassen, auf denen dann allerlei Spieße gebraten werden.
Da der allgemeine Gourmant (!!) natürlich nicht lange auf das Essen warten will, sind die Spieße schon vorgebraten. Auf offener Flamme versteht sich, wenn ungesund, dann richtig. Allerdings fehlte noch pork und beef, aber das sucht man hier ja ohnehin vergeblich.

Somit verbleibe ich hochachtungsvoll und vollgestopft und wünsche eine geruhsame Nacht.

Donnerstag, 15. März 2007

Hemmungsloses Überfressen...

... ist in Indien ein Kinderspiel.
Heute, zurück im Guesthouse sind Daki und meine Wenigkeit gegen 19 Uhr auf die einfallslose Idee gekommen, uns eine Pizza zu bestellen, um dem allseits bekannten abendlichen Kohldampf entgegen zu wirken. Gesagt, getan.
Nach 10 minütiger Diskussion mit dem untalentierten Herren am anderen Ende der Leitung, war dann auch endlich geklärt was wir wollten und wo es gefälligst abgeliefert werden sollte. Bis dahin war die Leitung, ob mutwillig oder durch technische Störung gekappt worden. Man will an dieser Stelle übrigens niemandem etwas unterstellen. PIZZA-CORNER IST EIN SAFTLADEN!!!!!

"40 to 45 minutes" plärrte es dann schließlich aus dem Hörer des Telefonapparates. Verdutzte Zustimmung von unserer Seite. Los ging das aussichtlose Warten auf die Lieferung. Nach gut einer Stunde wurde von unserer Seite die Verbindung erneut hergestellt, um uns über den schicksalshaften Verbleib unserer Pizza zu erkundigen. Der erneut hochtalentierte Herr gab unverblümt zu, dass die Pizza noch nicht mal zubereitet wäre und wollte stattdessen noch einmal die Telefonnummer überprüfen, mit der wir schon 3 mal angerufen haben... erneut tote Leitung... neu gewählt und weiter gefragt. Als nach gut 70 Minuten klar war, dass die Pizza uns wohl nicht mehr an diesem Tage erreichen wird, da eine Pizza sich auch nicht durch das Erfragen der Telefonnummer zubereitet, wurde die Bestellung unsererseits storniert. Exzellente Stimmung hatte sich mittlerweile ausgebreitet.

Bereit alles zu essen was eine Pfanne oder einen Ofen gesehen hat, ging es dann einfach mal auf die Straße. Direkt an der ersten Kreuzung befindet sich das Maharaja Restaurant, an dem der Shuttle-Bus jeden Tag hält. Diesem Restaurant wurde unsererseits nie wirklich große Beachtung geschenkt. Wer will schon in einem überteuerten Restaurant zu Abend essen. Und daaaaaaaaaaa kam der alles entscheidende Gedanke: Das hier ist INDIEN, nicht DEUTSCHLAND. Also nichts wie rein in die gute Stube, uns an einen leeren Tisch bringen lassen, an dem einem sogar der Stuhl von einem der Bediensteten unter den Allerwehrtesten geschoben wurde.

In voller Erwartung von beohnmächtigenden Preisen, nahmen wir die Speisekarte in Empfang. Die Gerichte konnte ich auf Anhieb nicht identifizieren, aber die Preise schienen allesamt in Ordnung. Ich habe mir kurzerhand vegetarische Nudeln und "Barbequed Prawns in grievy tomato sauce" bestellt. Erwartet hatte ich eine Art Fisch, bekam aber etwaige gekringelte Brocken. Egal, erst mal wurde das Zeugs gegessen, was es wirklich war stellte sich dann eh eine Stunde später, dank des Wörterbuches, raus: Garnelen.

Es hat wirklich sehr gut geschmeckt, nur was es viiiiieeel zu viiiieeeel. Also von einem Gericht, das jeder von uns vor sich hatte, wären mindestens 2 hungrige, ausgewachsene Europäer satt geworden. Als einfaches Abendessen hätte es auch für 3 Personen gereicht. Ergo haben wir uns bis zum Anschlag vollgestopft und als alle restlichen Körperfunktionen aussetzen wollten die Rechnung bestellt. Für alles zusammen, beide Gerichte mit Getränken, unverschämt teure 11€ ;)

Dort wird es uns wohl bald noch einmal hinziehen. Allerdings wird dann ein Gericht geteilt und man war für je 3-4€ fein im Restaurant essen. Nächstes mal können wir auch was anderes als unseren abendlichen Pyjama-Look anziehen.

In dem Sinne haue ich mich überfuttert ins Bett und wünsche schon mal ein schönes Wochenende. Morgen noch und dann 3 Tage ausschlafen, hier ist Montag Feiertag. Keine Ahnung was da zelebriert wird, vermutlich was hinduistisches, aber das ist egal, ich feiere ja auch Christenfeiertage.

Dienstag, 13. März 2007

Ja Lakschmi doch am Arsch ...

... sind das viele Götter.
Wenn die antiken Griechen stolz auf ihren Polytheismus sind, müsste man für die Hindus den Hypertheismus kreieren. Laut unserem Tempelführer wären es an die 3 Millionen verschiedenen Götter. Diese Vielfalt lässt sich aber recht simpel auf eine Zahl von 3 reduzieren, wenn man nur die Grundgötter betrachtet. Diese teilen sich wiefolgt auf:
  • Brahma (Saraswati) -> Erzeugung
  • Vischnu (Lakshmi) -> Erhaltung
  • Shiva (Parvati) -> Zerstörung
Dies sind die 3 Hauptgötter mit ihren Gemahlinnen in Klammern, die jeweils andere Aufgaben haben. Übersetzt man die Aufgaben ins Englische als Generation, Observation und Destruction ergibt sich entsprechend auch das Akronym GOD.

Stellt sich die Frage wie man aus 3 mal eben 3 Millionen macht. Ganz einfach, man variiere bei den Göttern die Anzahl der Arme zwischen 4 und 36, gebe ihnen jeweils andere Gegenstände zur Hand und neue Namen, so erhöht sich die Anzahl beträchtlich. Nimmt man dann noch die verschiedenen Inkarnationen in der Körperform eines Tieres hinzu und andere Gottheiten ist man schnell bei den 3 Millionen. Andere Gottheiten sind zum Beispiel, der auch in Europa bekannte, Ganesha in der Gestalt eines Elefanten. Als Gott des Glücks gebühren im dementsprechend die meisten Morgengebete.
Ganesha soll angeblich der Sohn von Shiva und Parvati sein. An Shivas Stelle hätte ich die Vaterschaft zwar angezweifelt, aber damals hat man es wohl nicht so eng gesehen, wenn die Frau plötzlich einen Elefanten gebar.

Nun aber zum Trip selbst. Los gings Samstag morgen mit einem gemieteten Bus, 18 Sitze für 10 Leute machte die Fahrt doch ganz angenehm. Allerdings waren dem Busfahrer unsere Stationen nicht ganz bewusst, so sind wir zunächst einfach irgendwo in der Pampa rumgekurvt. Eine solche tollt Strasse sieht man auf dem folgenden Bild. Die Schlaglöcher waren besonders fürdie hinten sitzenden richtig spaßig.


Landschaftlich tat sich links und rechts nicht soviel, außer mal links und rechts eins der riesigen Reisfelder. Uncle Bens lässt grüßen:

Auf dem Hinweg haben wir den ersten Tempel besucht, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe. Er war dem Gott Vishnu und all seinen Erscheinungsformen gewidmet. Ein netter Tempel mit unzähligen Figuren und Säulen.


Am späten Nachmittag gabs noch einen zweiten Tempel zu sehen. Allerdings war dieser "active", also mussten wir Touristen ihn uns mit den normalen Pilgern teilen ;) Auf dem zweiten Bild sieht man einen der Affen, die auf den Tempelmauern umher liefen.


Genächtigt wurde wie solls auch anders sein im Hotel, das für seinen recht günstigen Preis ~ 11€ vollkommen in Ordnung war. Am nächsten Morgen ging es zunächst zu einem anderen, ebenfalls aktiven Tempel. Dort haben wir auch länger angestanden, als wir das etwas angeschaut haben. Trotzdem war es seine Zeit wert, wie alle Tempel die wir gesehen haben.
Daraufhin ging es auf einen kleinen Spaziergang. 1000 Treppen galt es vomTempel ins Tal hinunter zu steigen, an sich simpel, allerdings waren die Dinger extrem rutschig. So ist es nicht verwunderlich, dass es bald den ersten von uns auf den Hosenboden gesetzt hat. (Nochmals Glückwunsch an Hanna für den exzellent gewählten Moment für Auslösung des Fotos, hättest Paparazzi werden können).

Einigen Sonnenbrand und 300 Stufen später gab es eine Art indische Milkakuh zu sehen. So wie deutsche Kinder zur Milkakuh pilgern würden, versammelten sich hier gläubige Inder.


Am Nachmittag und Abend sind wir zum Palast von Mysore gefahren und haben uns dort eine Führung gegönnt. Besonders beeindruckend war nicht der Reichtum des Maharajas, sondern seine Offenheit gegenüber den Religionen dieser Welt. So hat er alles in seinem Palast nach hinduistischem, muslimischen und christlichem Baustil errichten lassen. Insgesamt hatte das ganze Areal samt Tempeln und Park gut 70 Hektar.

Das folgende brave Kätzchen stand in mehreren Ausführungen und in dem Palast. Erinnert ein wenig an Karlo. Sollte er weiterhin soviel Essen und mal seine Haare verlieren, hätte er wohl gute Chancen auch hier zu landen. Ok er müsste noch zu Stein erstarren, aber mit ein bisschen Übung schafft er das schon.


Das folgende Bild stellt eineArt Bilderrätsel dar. Da es dem Inder offensichtlich peinlich ist kein Auto zu besitzen, versucht er mit allen Mitteln sein Transportmittel zu verstecken. Wer es trotzdem findet hat sich einen Keks verdient.

Am Abend sind wir dann nochmal zum Palast zurück gekehrt, da dann die Beleuchtung auf einen Schlag angeschaltet wurde. Leider lässt sich die super Atmosphäre nicht in Bildern fangen, trotzdem ein paar Photos als Eindruck.




Zwischen den beiden Palastbesuchen gab es noch den lokalen Markt zu erkunden, dagegen wirkt jeder europäische Wochenmarkt wie ein Kindergeburtstag. Kleine enge Gassen gefüllt mit Waren von oben bis unten. Florian, Daki und ich haben uns irgendwann von jemandem vollschwallen lassen und sind ihm zu einem Destillateur gefolgt. Dort wurden wir mit Gerüchen vollgepumpt bis wir irgendwann gar nichts mehr riechen konnten. Sind dort mindestens 45 Minuten hängen geblieben und es wäre noch länger geworden, hätten wir nicht zum Bus zurück gemusst. So ein Markt ist echt ein Erlebnis, da wirklich alle Sinne ihren Part zu tun haben.


Im großen und ganzen wars ein super Wochenende und Mysore sei jedem, der sich mal nach Südindien verirrt ans Herz gelegt.

In dem Sinne einen schönen Abend, hier ist es ja fast wieder 22 Uhr.

Freitag, 9. März 2007

Wort zum Freitag...

... und das besteht im "Auf Wiedersehen" sagen. Jetzt aber nicht gleich den Korn in die Flinte schuetten, ist schliesslich nur fuer ein Wochenende. Geht 2 Tage nach Mysore n paar Tempel gucken. Euch bleibt fuer diese Zeit also meine literarische Bullshitologie erspart und ich werd vielleicht Montag mit ein paar Bildern etwas zeigen koennen.

Schoenes Wochenende.

Donnerstag, 8. März 2007

Mal wieder ein Post...

Nun sitze ich hier frueh morgens, schluerfe an meinem Kaffee, der exzelent schmeckt und frage mich, was ich schreiben koennte, denn in den lezten Tagen ist nichts wirklich aufregendes geschehen. Guesthouse -> Arbeit -> Guesthouse. Das wars.

Allerdings fallen einem jeden Tag doch wieder ein paar Dinge auf, teils erfreuliche, teils unangenehme Dinge, wobei letztere seltener werden. Moeglicherweise weil man sich an fast alles gewoehnt oder nach einiger Zeit vieles mit einer gewissen Distanz betrachtet, vermutlich trifft beides zu.

Die letzten beiden Abende habe ich eine non-spicy Chicken Hawaiian Pizza bestellt, die mitgelieferten Chili-Gewuerz-Beutelchen gleich in ihren Bestimmungsort, den Muelleimer verfrachtet und meinem Magen somit wieder ein Geschenk gemacht. Nach einigen Tagen seiner Rebellion scheinen seine Karussellfahrten langsamer und seltener zu werden.
Aber im allgemeinen scheint man sich hier mit der Verdauung nicht gross zu beschaeftigen, was kein Wunder ist, bei dem extrem "wuerzigen" Essen. Geht man auf eine Toilette, an der Arbeit oder anderswo, vermag man teils erstaunliche Geraeusche zu vernehmen, so dass es schon mal die Frage aufwerfen kann: "Sitzt da wirklich ein Mensch auf der anderen Seite der Tuer?"
Manchmal spielt sich dort eine wahre Kakophonie ab... (was fuer ein bescheuertes Wort, aber es passte grade so gut in den Kontext).

Eines der Dinge, die man nicht richtig bewerten kann, ist die Bauwut, die man jeden Tag aus dem Bus heraus sehen kann. Da werden von auslaendischen Firmen riesige Glaskomplexe errichtet und anderswo wieder Hektar grosse Wohngebiete. Kein anderes Themengebiet wird momentan so stark von der Webrung aufgegriffen wie neue , angeblich luxurioese Behausungen. Da reiht sich an den Hauptstrassen eine Plakatwand an die naechste und alle umwerben die im Stau stehenden, mit unverhofftem neuen Reichtum gesegneten Arbeitnehmer, die scheinbar gerne aus den alten Wohngegenden fliehen wuerden. Raus aus der Armut, allein durch die neue moderne Wohnung scheint man ihnen vermitteln zu wollen. Sich jetzt fuer eine Wohnung entscheiden, die noch gar nicht gebaut ist, nur um sicher zu gehen bevor es zu spaet ist. Ich will gar nicht wissen, wieviel Trickbetrug bei solchen Geschaeften getrieben wird und wieviele Menschen ihr Hab und Gut dabei in Dinge investieren, bei denen die Amplitude zwischen Traum (Werbung) und Realitaet erschreckend sein kann. Dabei ist es kaum verwunderlich, dass diese Werbetafeln meist vor einer Slum-Siedlung stehen, nicht um den Slum-Bewohnern ihre eigene Armut unter die Nase zu reiben (obwohl vielleicht ja doch), sondern um denen, mit neuem Geld und dem Wunsch nach einer neuen Bleibe, erneut die extreme Alternative darzubieten.

Dabei ist das Verwunderliche gar nicht mal die Werbung, sondern das Problem, dass die Stadt, also ihre Infrastruktur und alle anderen wichtigen Dinge gar nicht so schnell mitwaechsen, wie hier neue Gebaeude aus dem Boden schiessen. Enorm ueberfuellte oeffentliche Verkehrsmittel sind nur die Spitze des Eisbergs. Unter Zeitdruck stehend wirft man den Bauschutt einfach an den Strassenrand, genau wie den anderen Muell der haeufig anfaellt; die Zeit wird es schon irgendwann vernichten, scheint die Devise zu sein. Aus den Augen aus dem Sinn, so einfach gehts. Es scheint als blieben links und rechts unansehnliche Narben zurueck, da das Wachstum scheinbar unkontrolliert sein Unwesen treibt. Opfer des ganzen sind dann natuerlich nicht die, die spaeter in die neue Wohnung ziehen, sondern die, bei denen der Schutt abgeladen wird, meist neben den Zelten der Slum-Siedlungen. Ich weiss nicht, ob man versucht damit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, einerseits hat man den Schutt aus den Fuessen und andererseits vertreibt man moeglicherweise die Slumbewohner, die man sich wohl nicht jeden Tag ansehen will. Vorstellen kann ich mir das ganze sehr gut, denn Armut und andere grosse Probleme des Staates sind zum Beispiel auch als Gespraechsthema meistens tabu, ergo wollen die meisten auch nicht tagtaeglich damit konfrontiert werden.

Man wird sehen wie sich das Ganze entwickelt, moeglicherweise wendet sich ja auch alles zum Guten und es wird eine beeindruckende Stadt. Man kann nie wissen.

Eine andere Sache, die sicherlich interessant zu erkunden waere ist der hiesige Hinduismus. An sich weiss man rein gar nichts ueber diese Religion, bzw dieses Sammelsurium an Religionen. So etwas wie Kirchen und Moscheen scheint es nicht zu geben, hoechsten hier und da einen Mini-Tempel habe ich bisher gesehen. Sicher ist, dass es sich wohl um einen Polytheismus handelt. Habe vor kurzem ein Plakat gesehen auf dem verschiedene "Goetter" abgebildet waren und auf dem stand:
Over 2500 Gods to love and worship, but only 365 days to celebrate them.

Mal sehen, vielleicht gibt es bald eine Moeglichkeit die grossen Tempelanlagen im nahe gelegenen Mysore oder aehnlichem zu besichtigen, wird sich sicherlich lohnen etwas mehr darueber zu erfahren.

In dem Sinne noch einen angenehmen Tag, ich werde mal weiter machen, Pause vorbei und Kaffee leer...

Montag, 5. März 2007

AAAAAAAAAAAH PROTEINE!!!!

Ich will wieder Fleisch zu essen haben!!!

Indien ist das wohl das Vegetarier-Paradies schlecht hin. Rein vegetarische Restaurants, andere mit geteilten Speisekarten. Auf jeder Verpackung steht ein grüner, bzw roter Punkt der angibt, ob das Produkt vegetarisch ist oder nicht. Und wenn es mal rot ist, dann handelt es sich meistens um irgendwelche Hühnchen-Reste. Ok, dass es kein Rinder-Steak geben wird konnte ich ja wissen, aber dass es noch nicht mal Schweinefleisch gibt macht die Wahl doch sehr knapp. Es gibt ab und zu etwas aus Huhn in der Kantine, aber das ist selten richtig genießbar und wie mir gesagt wurde, für Europäische Mägen noch schlechter als das mit Leitungswasser gewaschene Gemüse, da es oft irgendwelche komischen Bakterien enthält.
So kam es, dass ich heute gar nicht zu mittag gegessen habe, da mich nichts in die Kantine zog. Auf den scharfen Kram hatte ich keine Lust, da mein Magen seit dem Wochenende eh schon meint, es wäre Kirmes angesagt. ALso wenn ich nicht bald nen allgemeingültigen Metzger finde oder etwas ähnliches muss ein ganzer Bauernhof dran glauben, wenn wir wieder zurück sind. Ich bin nämlich nicht der einzige, dem es so geht ;)
Letzter Trost ist, wenns gar nicht mehr geht, Rikshaw mieten und zum Burger-Ding fahren.

Mein kulinarisches Highlight gerade ist Zwieback und für die Kalorien ein paar Chips (wobei die wieder scharf sind). Ne Mitraillette wäre jetzt natürlich göttlich, aber dauert was lange so was zu verschicken :)

Kleiner Tipp, wenn ihr irgendwo seid, wo das Essen eh schon scharf ist, nehmt nicht die Pizza an der auf der Karte noch eine Chilli-Schote dran steht ;) Den Fehler begehen wir auch nicht wieder.

Ansonsten gibts hier nicht viel zu melden, hab ja auch genug gemeckert jetzt. An den Rest hat man sich mittlerweile ganz gut gewöhnt, außer dass ich neuerdings vor dem Badezimmer-Besuch immer mal prüfen muss, ob das Wasser überhaupt läuft, aber das ist ja auch nur temporär.
Lasst euch euer Fleisch gut schmecken. Bis bald...

PS: @laurent wegen der Frisur: Ja ich weiß die sind lang und bei über dreißig Grad auch nervig wie sonst was. Aber ich muss erst mal nen Frisör hier finden, der mir keine Glatze rasiert, bzw. überhaupt mal einen finden, hab bisher noch keinen gesehen, vllt in diesem Einkaufszentrum, ich werds mal nachsehen.

EDIT:
Noch ein Nachtrag für Laurent, der sich ja auf scharfe Gewürze freut. Das Bild hier ist die fine Zugabe zu einer normalen Pizza, schmeckt nach nichts und brennt wie sau. Das Zeugs nehmen wir mit. In normalen Geschäften gibts auch Kilobeutel mit getrockneten Chillis. Ich wünsche schon mal viel Spaß damit...

Samstag, 3. März 2007

Wochenende

So erste Woche ist geschafft.

Gestern beim indischen Italiener essen gewesen mit ein paar anderen Deutschen. Penne del Barone war sogar sehr lecker. Bild aus dernächtlichen Rikshaw:


Heute hat sich das Daki nach Koramangala verirrt. Haben uns in ner Rikshaw ins vermeintliche Zentrum bringen lassen. Keine Ahnung ob es sowas wie ein richtiges Zentrum gibt, zumindest waren es 2 große Einkaufsstraßen. Auf dem nächsten Bild ist fast alles Gelbe eine Rikshaw.


Das nächste zeigt ein gängiges Verkehrsaufkommen in der Stadt. Besonders lustig wirds denn, wenn man die Straße überqueren darf als Fußgänger, am besten macht man das, wenn sich 2 Fahrzeuge ihre Zuneigung zeigen und in einander verhaken. Ein berühmter Belgier sagte einmal: "Der Stau ist dem Fußgänger sein Freund..."


Die folgenden 2 Exemplare des freilaufenden Quermaul-Schiefgesicht-Menschen bekamen wir sogar in seiner natürlichen Lebensumgebung zu Gesicht:



Seit 4 Uhr sind wir wieder in meinem Guesthouse und faulenzen rum, draußen ist es etwas sehr heiß um ständig da rumzulaufen. So ungefähr siehts beim schreiben dieses Artikels aus:


Eigentlich ist heute das Holi-Colour-Festival, aber leider wohl nur stärker in Nord-Indien. Da bewerfen sich alle gegenseitig mit irgendwelechen Farben, hätt ich gern mal gesehen.
Jetzt muss ich mal was zu Essen auftreiben, bekomm Hunger, irgendwie noch nihct zum essen gekommen heute.

Also bis lötz

Freitag, 2. März 2007

Bangalore und Arbeit

Wer bei rot hält wird ausgehupt
Was macht der gemeine indische Verkehrsteilnehmer wenn seine Hupe als universales Kommunikationswerkzeug mal nicht funktioniert? Richtig, er nimmt einen Beifahrer mit, der mit einem guten Organ gesegnet ist und sich aus dem Fenster lehnend die anderen Verkehrsteilnehmer anbrüllt. So war es zumindest heute morgen im Bus, dagegen verblassten selbst die Autos und LKWs mit ihren Spezial-Hup-Klingeltoenen, wahrscheinlich vor Neid. Denn wie es scheint, gibt es sowas wie maßgeschneiderte Huptoene fuer die, die eine gewisse Investition zu erbringen vermoegen. Wer weiß, vielleicht sollte ich mir ab und zu das indische MTV ansehen und moeglicherweise ueber ein Jamba, oder hier eher Jumbu Hup-Klingenton-Sparabo stoßen.

Gestern Abend
Gestern hat uns der andere Student aus dem Guesthouse vor seiner morgigen Abreise noch in paar Dinge gezeigt fuer die naechsten 2 Monate. Sind mit so ner kleinen Dreirad Rikshaw (muss mal n Bild von machen, hatte mein Handy leider nicht dabei gestern) ca 15-20 min gefahren. Gab allerdings mit 3 verschiedenen Fahrern erst Diskussionen, da sie voellig unterschiedliche Preise verlangten.

Gegessen haben wir das im "TGI Fridays", ist sone internationale Kette. Mal westliches Essen (in dem Falle Burger) sind im Gegensatz zum Reis & Curry Einerlei in der Kantine doch noch mal ne schoene Abwechslung. Allerdings bringt so ein westliches Essen auch dummerweise westliche Preise mit sich. Knapp 10euro waren fuer das Essen und was zu trinken zu berappen.

Danach gings wieder zurueck mit der Rikshaw nach Koramangala, unser Stadtteil, in eine Art kleine Rock-Bar. Unten liefen gerade irgendwelche Ozzy-Osbourne-Videos, wir sind aber nach oben auf die Dachterasse, da gings etwas beschaulicher zu. War auch sehr gemueltich, bis sich so ne nette 5cm Kakerlake in unsere Runde gesellt hat. Und da sie sich nicht hoeflich vorgestellt hat, haben wir uns dazu entschlossen sie aus der Runde auszuschliessen und haben uns etwas weiter weg auf Stuehle gesetzt (vorher auf sonem "Boden-Sofa").
Um 23 Uhr sind wir dann zurueck zum Guesthouse, das ueberraschenderweise nur 10 min zu Fuss entfernt ist. Da werde ich wohl nochmal hingehen, sollen scheinbar auch 2 mal pro Woche live-Konzerte veranstaltet werden.

Aufgabe an der Arbeit
Auf der Arbeit ist nach 2 Tagen die Einweisungsphasevorbei und die Aufgabe geht so langsam richtig los, bzw es beginnt der Teil, an dem sie selbst keine Ahnung mehr haben und sozusagen Neuland fuer die Abteilung beginnt, das ist halt das Problem wenn man einen Prototypen bauen soll ;)\Scheint ne ziemlich herausfordernde Aufgabe zu werden, was ja aber nichts schlechtes sein muss.

Am Wochenende werd ich vorlaeufig Schlaf nachholen und dann vielleicht mal ins Zentrum fahren, bisschen Shopping oder so betreiben, Klamotten und so gibts teils fuer 30-40% des deutschen Preises.

Ich muss dann jetzt mal weiter arbeiten, bzw erst mal ins Thema einlesen.
Schoenes Wochenende.