Ich dachte mir, dass es diesem grandiosen Land und den prägenden Reisen nur gerecht ist, noch die passenden Bilder nach zu reichen, eh es bald wieder ins Ausland geht.
Dementsprechend, wie vor 3 Jahren versprochen, die Bilder der letzten beiden Wochen des Indien-Aufenthaltes.
1. Woche (Teil 1) - Kerala
In der ersten der zwei Wochen ging es auf Rat einer indischen Kollegin auf Bootsreise durch die Gewässer von Kerala im Südwesten. 1 1/2 Tage Entspannung auf so einem Hausboot. Ein wenig durch die Gegend fahren, ins Wasser springen, sich bekochen lassen und das alles in einer sehr ansprechenden Gegend. Empfehlenswert!
1. Woche (Teil 2) - Kochi / Cochin
Keine Ahnung was davon jetzt die richtige Schreibweise ist. Es ist jedenfalls eine Stadt ebenfalls im süd-westlichen Staat Kerala. Dort haben wir zum einen die Familie von Elaine besucht, die in Bangalore die Ausbildung der indischen Studenten geleitet hat. Das gemeinsame Abendessen war definitiv sehr nett. Zuvor haben wir allerdings ein paar Tage auf einer kleinen Inselgruppe vor der Stadt verbracht. Leider sind diese Inseln auf den gängigen Kartendiensten nicht zu erkennen, da sich dort ebenfalls ein kleiner noch aktiver Militärhafen befindet. Ansonsten gibt es das ein oder andere europäisch angehauchte Haus, da es ein alter Stützpunkt der Portugiesen war. Unter anderem stand dort eine recht nette, alte Basilica. Definitiv auch unvergessliche Tage und mit Sicherheit einen Besuch wert.
2. Woche - Goa
Nachdem Ralf sich nach der ersten Woche wieder zurück nach Bangalore begeben hat, sind wir noch weiter nach Goa gefahren. Die Fahrt war eine Odysee. Zwar nur ~400km entfernt, sind wir über 2 Tage verteilt gefahren, ich musste zwischendurch irgendeinen indischen Augenarzt in verwinkelten Hinterhäusern aufsuchen und das letzte Stück ging per Zug 8 Stunden lang im Schneckentempo durch die Nacht. An Schlaf war auch nicht zu denken, da wir aus Platzmangel, die ganzen 8 Stunden oben auf der Gepäckablage gesessen haben.
Aber als Europäer sind wir in so einem Zug voller Einheimischer natürlich wieder aufgefallen. Zu unserem Vorteil, denn wir wussten ja nicht wann und wo wir raus mussten. Also kurzerhand die Karte aufgeschlagen und uns von einem der Mitreisenden sagen lassen, wann wir unser Ziel erreichen würden. Zu gut nur, dass auf jede Frage hin, jedesmal die Antwort "45 minutes" kam. Und das über 8 Stunden. Nichts destotrotz hat es uns bei Laune gehalten.
Und was soll man sagen, die Fahrt war jede einzelne Mühe wert. In der wirklich letzten Woche Nebensaison dort angekommen, hatte man fast den ganzen Strand für sich alleine. Die meisten Hütten waren als Vorbereitung auf den Monsun bereits abgebaut worden.
Leider gibt es nicht wirklich viele Bilder. Aber das ist nur ein weiteres Indiz dafür wie faul und entspannt man dort seinen Tag verbringt, in der Holzhütte direkt am Strand und abends den frisch gegrillten Fisch im Sand sitzend verzehren...
Das war es dann. Irgendwann wird es da bestimmt noch mal hingehen. Schließlich waren wie nie im Norden.